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Lolli-Tests

Alle relevanten Informationen, praktische Hinweise, Videos und die wichtigsten FAQs zur Durchführung der PCR-Pooltests (Lolli-Tests) an Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen finden Sie hier. 

Das Ministerium für Schule und Bildung hat seit Beginn der Einführung der Testpflicht parallel eine altersadäquate, kind- und schulformgerechte Lösung zur Testung auf das Corona-Virus geprüft.

Die Schülerinnen und Schüler an den Grund- und Förderschulen werden seit dem 10. Mai mit einem „Lolli-Test“, einem einfachen Speicheltest, zwei Mal pro Woche in ihrer Lerngruppe auf das Corona-Virus getestet.

Alle hierzu wesentlichen Informationen und Unterstützungsmaterialien sowie weitere begleitende Informationen finden Sie hier im Bildungsportal.

Optimierung des Lolli-Testverfahrens - Strategie 2.0

Der aktuelle Testrhythmus wird bis zu den Weihnachtsferien beibehalten. Eine Abweichung davon betrifft nur die letzte Schulwoche vor den Weihnachtsferien (KW 51), um dadurch allen Schulen sowie Schülerinnen und Schülern einen sicheren Übergang in die Weihnachtsferien zu ermöglichen.

So wird in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien (KW 51) am Mittwoch, den 22. Dezember eine zeitgleiche Testung aller Schülerinnen und Schüler (Volltestung) stattfinden, sodass am Donnerstag, den 23. Dezember, also am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, nur noch Einzeltestungen zur Auflösung der positiven Pools an den Schulen durchgeführt werden müssen. Eine Übersicht zur geplanten Änderung des Testrhythmus finden Sie hier.

Gleichzeitig sind die Schulen schon jetzt um Verständnis gebeten, wenn sich aufgrund des erhöhten Testaufkommens am 22. Dezember die Befundübermittlung der Pooltestergebnisse um einige Stunden verzögern könnte.

Durch das sichere Verfahren der PCR-Lolli-Testung und seine regelmäßige und kontinuierliche Anwendung ist es uns gelungen, den Präsenzunterricht stabil aufrechtzuerhalten und abgestimmte Verfahren zur häuslichen Isolierung im Falle von Positiv-Testungen zu praktizieren.

Hier folgt noch einmal eine Beschreibung des Verfahrens bei der Poolauflösung, wie es auch mit den Bezirksregierungen kommuniziert wurde.

  • Es gilt weiterhin: Die Kinder eines Pools mit positivem Testergebnis sind bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses des Kontrolltests gehalten, sich bestmöglich abzusondern, unmittelbare Kontakte zu anderen Personen, die nicht zwingend erforderlich sind, zu vermeiden und die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen strikt einzuhalten (Selbstisolation). Ein Schulbesuch ist in dieser Zeit nicht möglich.
  • Eine Teilnahme am Präsenzunterricht ist für Schülerinnen und Schüler möglich, die einen PCR-Einzeltest mit negativem Ergebnis erhalten haben (auch Nachweis einer negativen Einzel-PCR-Lolli-Testung über die Schulen) und nicht nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als enge Kontaktpersonen identifiziert worden sind.

Dies bedeutet:

  • Eine vollständige Auflösung des Pools ist für eine Rückkehr der negativ getesteten Kinder zur Schule nicht erforderlich. Einzelne ungetestete Kinder können somit die Teilnahme anderer getesteter Kinder nicht „blockieren“. Gleiches gilt für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen mit PCR-Pool-Testungen.
  • Immunisierte Schülerinnen und Schüler ohne Symptome müssen nicht an den Pooltestungen teilnehmen und sind als Kontaktpersonen in der Regel von der Quarantänepflicht ausgenommen.
  • Schülerinnen und Schüler haben bei einem positiven Poolbefund einen Anspruch auf die kostenlose Durchführung eines PCR-Einzeltests. Idealerweise sollte der durch die Schule zur Verfügung gestellte Nachtest als PCR-Einzeltest genutzt werden. Die Vornahme des PCR-Einzeltests in einer Arztpraxis oder in einem Testzentrum im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten ist ebenfalls kostenfrei möglich.
  • Ich möchte jedoch nachdrücklich an die Eltern appellieren, die Nachtestung über die Schulen abzuwickeln.

Nach intensiven Verhandlungen mit den Laboren ist es gelungen, das Testverfahren ab dem neuen Jahr weiter im Sinne der Schülerinnen und Schüler zu optimieren. Denn es ist das wichtigste gemeinsame Ziel allen Schülerinnen und Schülern eine sichere Teilnahme am Präsenzunterricht zu ermöglichen.

Weitere Optimierungen des Prozesses werden am 10. Januar 2022 in Kraft treten.

Die einzelnen Schülerinnen und Schüler werden zukünftig an Testtagen zusätzlich zur Probeentnahme für den Pooltest eine individuelle Lolli-Probe abgeben, die als sogenannte Rückstellprobe mit den Pools an die Labore gesandt wird. Diese wird im Falle eines positiven Pooltestergebnisses direkt durch das Labor ausgewertet. Damit wird bereits um 06:00 Uhr am Morgen nach der Pooltestung das Einzeltestergebnis aller Schülerinnen und Schüler, deren Pool positiv getestet wurde, vorliegen: Alle negativ getesteten Schülerinnen und Schüler können somit ohne Unterbrechung am Präsenzunterricht teilnehmen, ein Tag in häuslicher Quarantäne bleibt ihnen erspart. Für die Schule und die Eltern entfällt gleichzeitig der Aufwand, Einzelproben am Folgetag in der vorgesehenen Zeit an die Labore zu senden.

Eine zentrale, verfahrenserleichternde Neuerung der Rückmeldestrategie des Lolli-Testverfahrens ist, dass die Kommunikation der auffälligen Pool- und aller Einzeltestergebnisse direkt zwischen den Laboren und den Erziehungsberechtigten ablaufen wird. Die benannten Ansprechpersonen der Schulen werden auf gewohnte Weise weiterhin durch die Labore – und über deren spezifische Kommunikationsmedien wie E-Mail oder SMS – informiert.

Voraussetzung für die Einführung dieser Optimierung ist die einmalige Registrierung aller Schülerinnen und Schüler mit ihren Stammdaten sowie aktuellen Kontaktdaten der Erziehungsberechtigten bei den Laboren.

Hier sind die Schulen nun noch einmal um Unterstützung gebeten, denn die erfolgreiche Umsetzung erfordert die vollständige Erfassung der Kontaktdaten in Schild-NRW.

Die Einführung des Rückstellprobensystems sieht die folgenden nächsten Schritte vor.

  1. Versand des Elternbriefs bis zum 17. November

Die Schulen sind gebeten, die Erziehungsberechtigten über die Einführung des Rückstellprobensystems bis spätestens zum 17. November mit dem beigefügten Elternbrief zu informieren. Den – wie bislang üblich in verschiedenen Sprachen übersetzten – Elternbrief finden Sie hier.

  1. Registrierung der Schülerinnen und Schüler vom 16. bis zum 30. November 2021

Die Vorab-Registrierung aller Schülerinnen und Schüler bei den Laboren ist Voraussetzung dafür, dass im Falle eines positiven Pooltests unmittelbar die Einzelnachtestung erfolgt. Dabei werden folgende Stammdaten erfasst: Namen, Anschrift, Geburtsdatum, Geschlecht des Kindes und aktuelle Kontaktangaben der Erziehungsberechtigten zur Befundübermittlung (Handynummer und E-Mail).

Ein Pilotversuch an ausgewählten Grund- und Förderschulstandorten hat ergeben, dass die erforderlichen Daten bei den Schulen in der Regel vorliegen. Darüber hinaus hat sich die Registrierung der Schülerinnen und Schüler durch Sie als Ansprechpartnerinnen und -partnern bei den Laboren als zeiteffizienteste und präziseste Option erwiesen. Die durch die Schulen vorzunehmende Ergänzung der Kontaktdaten wird voraussichtlich nur wenig Zeit in Anspruch nehmen, so dass die erforderliche Registrierung der Stammdaten inklusive der Datenbereinigung innerhalb weniger Tage abgeschlossen ist. Der einmalige Aufwand für die Schulen wird durch die künftige und dauerhafte Zeitersparnis im kommenden Jahr gerechtfertigt.

Hierbei empfiehlt es sich, für die Registrierung die im Schulverwaltungsprogramm Schild-NRW hinterlegten Daten zu exportieren. Damit sichergestellt werden kann, dass die Schulen am 10. Januar 2022 mit der neuen Rückmeldestrategie starten können, sind von den Schulen spätestens bis zum 30. November 2021 alle Registrierungsdaten der Schülerinnen und Schüler an die Labore zu übermitteln.

Bei Abschluss der Registrierung sollen die Daten in einem einheitlichen Format an die Labore übersandt werden. Für den Export der Daten mit Schild-NRW wird Ihnen ein Handbuch zugestellt, dessen Instruktionen von den Pilotschulen als nützlich empfohlen wurden.

Zusätzlich hat das Ministerium für Schule und Bildung für die Schulen, welche bisher nicht an Schild-NRW angebunden sind, eine Vorlage im Excel-Format erstellt. Auch für diese Art der Erfassung der Stammdaten wird ein passendes Handbuch zur Verfügung gestellt.

Die für die jeweilige Schule zuständigen Labore werden sich zeitnah mit den Schulen in Verbindung setzen, um die technischen Details der Datenübermittlung abzustimmen.

Die Optimierung des Prozesses mit direkter Ergebnisübermittlung an die Erziehungsberechtigten hängt im Wesentlichen von der Datenqualität aus dem Registrierungsprozess ab. Insbesondere ist die Dokumentation einer gültigen und durch die Lehrkräfte überprüften, aktuellen Mobilfunknummer und E-Mailadresse für jedes Kind wichtig, sodass die Befundübermittlung über die Erziehungsberechtigten reibungslos ablaufen kann. Ich bitte Sie daher um Ihre Unterstützung bei der Vervollständigung fehlender Daten im Registrierungsprozess.

Die Labore erstellen nach der erfolgreichen Registrierung die personalisierten Barcode-Etiketten und versenden das gesamte Testmaterial (inkl. der personalisierten Rückstellproben) bis zum 21. Dezember 2021 an die jeweilige Schule.

Ziel ist es, im neuen Jahr den grundsätzlichen Testrhythmus der Lolli-Testungen an vier Tagen in der Woche mindestens bis Ostern 2022 beizubehalten. Hierbei sollen sich die zweimal pro Woche zu testenden Pools weiterhin möglichst hälftig auf die Testtage Montag/Mittwoch (1. Hälfe) und Dienstag/Donnerstag (2. Hälfte) verteilen. Die Schulen sind gebeten von diesem Testrhythmus nicht abzuweichen, um eine Überlastung der Labore zu vermeiden.

Angepasster Testrhythmus in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien

Informationen zum „Lolli“-Testverfahren ab dem 31. Mai 2021

Auch bei der in der SchulMail vom 19. Mai 2021 beschriebenen Rückkehr zum vollständigen Präsenzunterricht werden alle Kinder in Grund- und Förderschulen sowie in den Schulen mit Primarstufe zweimal pro Woche getestet, entweder am Montag und Mittwoch oder am Dienstag und Donnerstag. Die Belieferung mit den Verbrauchsmaterialien durch die Labore und die Abholung der Proben durch die für die Routen Verantwortlichen erfolgen ab dem 18. August 2021 nach einem gegenüber der Phase vor den Sommerferien leicht angepassten Plan.

Es wird empfohlen, pro Testtag in etwa die gleiche Anzahl an Schülerinnen und Schülern zu testen. So kann es sich etwa anbieten, die Testtage bestimmten Jahrgangsstufen zuzuordnen, z. B. Schuleingangsphase Montag und Mittwoch, Klassen 3 und 4 Dienstag und Donnerstag. Eine grafische Darstellung zur Verdeutlichung dieses Testrhythmus finden Sie hier. Eine grafische Darstellung des angepassten Testrhythmus in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien finden Sie hier.

Im Vorfeld der Einführung der „Lolli“-Tests wurden die Schulen mit Antigen-Selbsttests beliefert. Aus diesen Lieferungen haben sich auch aufgrund der Distanzlernphasen der letzten Wochen in den Schulen in unterschiedlichem Umfang Selbsttestbestände aufgebaut.

Dies bestätigen auch die Ergebnisse der an allen Schulen durchgeführten Umfrage zu den Beständen und Bedarfen an Antigen-Selbsttests. Die aufgrund dieser Ergebnisse neu berechneten Liefermengen an den jeweiligen Schulen berücksichtigen ebenfalls eine Reserve an Antigen-Selbsttests für Ausnahmesituationen. Diese verbliebenen Reserve-Testbestände bleiben auch weiterhin in den Schulen und müssen im Bedarfsfall in Anspruch genommen werden, um der zweimaligen Testpflicht pro Woche auch dann nachkommen zu können, wenn vereinzelt aus besonderen und unvorhersehbaren Gründen oder im zeitlichen Umfeld von Feiertagen die „Lolli“-Testungen ausnahmsweise nicht gesichert zweimal pro Woche durchgeführt werden können.

Bei Klassengrößen bis zu 25 Schülerinnen und Schüler ist vorzusehen, alle „Lolli“-Tupfer in ein Gefäß zu geben. Bei Klassengrößen von mehr als 25 Schülerinnen und Schülern ist eine gleichmäßige Aufteilung der Tupfer auf zwei Gefäße erforderlich. Unverändert bleibt, dass die Kinder einer Klasse trotz Aufteilung ihrer Tupfer auf zwei Gefäße immer einem Pool zugeordnet werden. Dies hat zur Folge, dass in jedem Fall für alle Kinder einer Klasse eine Einzelnachtestung zu erfolgen hat, auch wenn nur bei einem von zwei Gefäßen ein positiver Befund vorliegt.

Im Rahmen der aktualisierten Corona-Betreuungsverordnung ist eine neue Regelung hinsichtlich der Übermittlung von Einzel-PCR-Ergebnissen an die Schulen getroffen worden. Im Rahmen der Verfahren der PCR-Pooltestungen sind die Schulen befugt, die für individuelle PCR-Nachtestungen erforderlichen personenbezogenen Daten der Betroffenen an die testenden Labore zu übermitteln. Die Labore sind befugt, die Einzel-PCR-Ergebnisse an die Betroffenen und an die jeweilige Schule zu übermitteln. Mit dieser Rechtsgrundlage wird insbesondere die Handlungssicherheit derjenigen Schulen gestärkt, die von einem positiven Poolergebnis betroffen sind. Aus dieser Rechtsgrundlage ergibt sich keine Verpflichtung für die Labore, sämtliche Ergebnisse der Einzeltests vollständig an die Schulen zu übermitteln.

Eine Teilnahme am Präsenzunterricht ist für Schülerinnen und Schüler möglich, die einen PCR-Einzeltest mit negativem Ergebnis erhalten haben und nicht nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen identifiziert worden sind. Bei Auftreten eines positiven SARS-CoV-2-Falls (PCR-Nachweis) in einer Schule nimmt die zuständige untere Gesundheitsbehörde wie bisher eine differenzierte Risikobewertung und eine Einordnung für die einzelnen Schülerinnen und Schüler als Kontaktpersonen vor und legt das notwendige weitere Vorgehen fest.

Nach der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung sind genesene Schülerinnen und Schüler, die nachweisen können, dass ihre Infektion mindestens vier Wochen und höchstens sechs Monate zurückliegt, allen negativ getesteten Personen gleichgestellt. Sie müssen an den Testungen nicht teilnehmen. Dies gilt auch für Personen mit vollständigem Impfschutz. Genesene Schülerinnen und Schüler, die nach der behördlich angeordneten Quarantäne früher als nach vier Wochen wieder in den Unterricht zurückkehren, können ebenfalls von den Testungen ausgenommen werden. Nach der vierten Woche gilt die oben beschriebene Regelung.

Das „Lolli“-Testverfahren wird das Ministerium für Schule und Bildung in Kooperation mit entsprechenden Experten wissenschaftlich begleiten. Davon erhoffen wir uns weitergehende Erkenntnisse, die wir für einen sicheren Schulbetrieb sowie für einen nochmals verbesserten Gesundheitsschutz landesweit und konkret für die einzelnen Schulen nutzen wollen. Eine solche wissenschaftliche Begleitung läuft.

Zentrale Voraussetzung für dieses Vorhaben ist eine hinreichend detaillierte und aktuelle Datenerhebung. Daher ist die Firma „Medeora“ beauftragt, mithilfe einer speziellen Software an den teilnehmenden Laboren und Schulen geeignete Daten zu erheben. Allen am „Lolli“-Test-Verfahren teilnehmenden Schulen wird hierfür eine Webanwendung bereitgestellt, in der für jeden Pool der Schule die Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einzugeben ist. Diese Daten, die vor den Sommerferien schon jeden Tag händisch erfasst wurden, liegen den beauftragten Laboren nicht vor.

Zusammen mit den anonymen Daten, die den Laboren vorliegen, ist es möglich, das Infektionsgeschehen an den Schulen auf eine Art und Weise nachzuverfolgen, wie es bisher nicht möglich war. Genaue Hinweise, Bedienungsanleitungen und alle weiteren Informationen, die für diese Datenerhebung notwendig sind, wurden den Schulen bereits zur Verfügung gestellt.

Testpflicht

Seit dem 12. April gilt eine Pflicht zur Testung in den Schulen.

Sie ist so formuliert, dass die Teilnahme an wöchentlich zwei Tests zur Voraussetzung für den Aufenthalt in der Schule gemacht wird. Als Nachweis zur Immunisierung ist auch ein Impfpass mit entsprechender Eintragung bzw. die Vorlage des COVID-19-Befundes des Testlabors ausreichend. Ein etwaiges Formular ist nicht vorgesehen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat die dafür erforderlichen Rechtsgrundlagen in der Coronabetreuungsverordnung erlassen. Der aktuelle Verordnungstext ist auf der Webseite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales allgemein zugänglich (unter dem Menüpunkt "Alle weiteren aktuell gültigen Corona-Verordnungen").

An den wöchentlich zwei Coronaselbsttests nehmen alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und das sonstige an der Schule tätige Personal teil.

PCR-Pooltests (Lolli-Tests)

Die Handhabung des Lolli-Tests ist einfach und kind- bzw. altersgerecht: Dabei lutschen die Schülerinnen und Schüler 30 Sekunden lang auf einem Abstrichtupfer.

Die Abstrichtupfer aller Kinder der Lerngruppe werden in einem Sammelgefäß zusammengeführt und als anonyme Sammelprobe (sog. „Pool“) noch am selben Tag in einem Labor nach der PCR-Methode ausgewertet. Diese Methode sichert ein sehr verlässliches Testergebnis. Zudem kann eine mögliche Infektion bei einem Kind durch einen PCR-Test deutlich früher festgestellt werden als durch einen Schnelltest, sodass auch die Gefahr einer Ansteckung rechtzeitiger erkannt wird.

Fragen und Antworten zu den PCR-Pooltests (Lolli-Tests) an Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen

Um einen sicheren und möglichst konstanten Schulablauf an allen Grundschulen und Förderschulen in NRW zu sichern, werden seit Mai flächendeckende PCR-Pooltestungen („Lolli-Tests“) durchgeführt. Das Verfahren stellt eine praktikable, altersgerecht anwendbare und dem Infektionsschutz entsprechende Testmethode dar, welche im Ergebnis für eine Entlastung der Eltern und Lehrkräfte sorgt.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Universitätsklinik Köln hat sich gezeigt, dass die PCR-Testung nicht nur einfacher zu handhaben, sondern auch deutlich sensitiver ist als die Testung mit Antigen-Schnelltests. Durch diese Methode können mit SARS-CoV-2 infizierte Schülerinnen und Schüler identifiziert werden, bevor sie andere Personen anstecken können.

Voraussetzung für dieses Projekt, an dem etwa 3.800 Standorte von Grund- und Förderschulen in NRW teilnehmen (und damit mehr als 700.000 Schülerinnen und Schüler), ist der möglichst flächendeckend eingeführte (Voll-) Präsenzunterricht. In besonderen Fällen kann es – wie z.B. an Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung – mit Genehmigung der Schulaufsicht Ausnahmen geben.

Wann haben die Testungen begonnen?

PCR Pooltests an Grund- und Förderschulen werden seit dem 10. Mai 2021 durchgeführt. Wiederaufnahme der Pooltestung nach den Sommerferien war am 18. August.

Wie lange soll es die Testungen geben?

Die aktuelle Testphase ist gemäß Erlass vom 22. Oktober 2021 bis zu den Weihnachtsferien geplant.

Wie wird der Testrhythmus in der letzten Schulwoche vor den Weihnachtsferien aussehen?

Der Testrhythmus für die Woche vor den Weihnachtsferien (Kalenderwoche 51) wird folgendermaßen angepasst: Anstelle der regulären Teil-Pooltestung am Donnerstag soll am Mittwoch, 22. Dezember 2021 eine Volltestung aller Schülerinnen und Schüler erfolgen. Dies hat zur Folge, dass am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien (Donnerstag, 23. Dezember 2021) nur noch Einzeltestungen durchgeführt werden müssen.

Wer sind die von der Schulleitung benannten Ansprechpersonen?

Seit den Herbstferien können Schulen mehrere Lehrkräfte bei dem zuständigen Labor angeben, damit diese sich in der Entgegennahme von Testergebnissen sowie der Benachrichtigung von Erziehungsberechtigten über positive Pooltestergebnisse abzuwechseln können.

Welche Schulen nehmen am Projekt teil?

Alle Grundschulen, Schulen mit Primarstufe und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen unabhängig von ihrer Trägerschaft haben die Möglichkeit, an diesem Projekt teilzunehmen.

Welcher Test wird durchgeführt?

Im Labor wird ein PCR-Test durchgeführt, der deutliche Vorteile im Vergleich zu anderen Testmethoden aufweist, so z. B. eine höhere Sensitivität im Vergleich zu Antigen-Schnelltests.

Funktioniert die Pool-Testung zuverlässig?

Ja. PCR-Pool-Tests, die mit der Lolli-Methode durchgeführt werden, funktionieren sogar etwas besser als Pool-Testungen normaler Nasen-Rachenabstriche.

Warum wird ein Speicheltest durchgeführt und nicht stattdessen ein Rachen- oder Nasenabstrich?

Der Speicheltest ist wesentlich angenehmer in der Durchführung und sorgt daher für eine höhere Akzeptanz bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern.

Wie valide sind die Speichel-Tests im Mundraum im Vergleich zu Rachen- bzw. Nasenabstrichen?

Die „Lolli-Methode“ wurde vom Institut für Virologie der Uniklinik Köln validiert. Diese Validation befindet sich aktuell in der Vorbereitung einer Publikation.

Warum werden keine Antigen-Selbsttests genutzt?

Im Rahmen eines Forschungsprojekts hat die Universitätsklinik Köln (UKK) gezeigt, dass die Testung mit Tupfer-Speichel in dem PCR-Pooltestverfahren insbesondere bei geringer Viruslast, d. h. zu Beginn der Infektion, deutlich sensitiver ist als die Testung mit Antigen-Schnelltests. Durch diese Methode können mit SARS-CoV-2 infizierte Schülerinnen und Schüler identifiziert werden, bevor sie andere Personen anstecken können. Darüber hinaus stellt die Gewinnung einer Speichelprobe im Rahmen der PCR-Pooltestung eine deutlich kindgerechtere Handhabung als der eigenständig durch die Schüler vorzunehmende Nasenabstrich dar.

Welches Sterilisationsverfahren wird verwendet?

Alle Testutensilien wurden mittels validierter und zugelassener Sterilisationsverfahren behandelt. Die im Projekt verwendeten Abstrichtupfer wurden mit dem Gammastrahlensterilisationsverfahren sterilisiert

Ist das Lutschen an den Abstrichtupfern gesundheitsschädlich?

Nein. Die Abstrichtupfer, die verwendet werden, tragen eine CE-Kennung. Sie enthalten keine schädlichen Substanzen, sondern bestehen aus Acrylnitril-Butadien-Styrol, einem handelsüblichen Kunststoff („Lolli-Stiel“), sowie das „Wattebausch-Ende“ aus sterilem Nylon.

Können die Schulen zwischen den Lolli-Tests und den Antigen-Schnelltests wählen?

Alle Schulen der Grund- und Förderschulen sowie Schulen mit Primarstufe wurden auf das Testverfahren der PCR-Pooltestung („Lolli-Test“) „umgestellt“.

Was passiert, wenn der Ablauf der „Lolli-Tests“ nicht reibungslos funktioniert?

Für den Fall einer Störung dieses Betriebs werden zur Sicherheit Antigen-Schnelltest in begrenzter Menge vorgehalten.

Welche Personengruppen werden mit den „Lolli-Tests“ getestet?

Weil das PCR-Pooltestverfahren („Lolli-Tests“) insbesondere für die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Förderschulen sowie der Schulen mit Primarstufe eine kindgerechtere Handhabung ermöglicht, soll dieses Testverfahren zunächst auf diesen Personenkreis beschränkt bleiben.

Wie werden die anderen Personengruppen in der Schule getestet?

Da die Anwendung der Antigen-Schnelltest bei in der Schule tätigem erwachsenen Personal (Lehrkräfte und sonstiges Personal, aber auch andere regelmäßig in der Schule tätige Personen wie Hausmeisterdienst, Schulsekretariat, Schulbegleitung) unproblematisch ist, wird bei ihnen das Antigen-Schnelltestverfahren fortgeführt. Dies gilt auch für Integrationskräfte.

Wie ist der Umgang mit genesenen Kindern?

Nach der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung sind genesene Schülerinnen und Schüler, die nachweisen können, dass die zugrundeliegende Testung durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist (vgl. § 2 Nummer 5 Covid 19-Schutzmaßnahmen-AusnahmeVO) und ihre Infektion mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegt, allen negativ getesteten Personen gleichgestellt. Sie müssen an den Testungen nicht teilnehmen. Dies gilt auch für Personen mit vollständigem Impfschutz. Der vollständige Impfschutz tritt grundsätzlich 14 Tage nach der letzten erforderlichen Corona-Schutzimpfung ein. Nach der vierten Woche gilt die oben beschriebene Regelung. Die Befreiung von der Testpflicht gilt auch bei einem positiven Poolbefund, sofern die genesenen Schülerinnen und Schüler nicht am vorherigen PCR-Pooltest teilgenommen haben (vgl. § 13 Satz 3 CoronaTestQuarantäneVO).

Wie heißt die Herstellerfirma des Lolli-Tests?

Hersteller ist die Jinan Babio Biotechnology Co., LTD. Zuständige Behörde im Rahmen des Medizinproduktanzeigeverfahrens ist die Regierung von Oberbayern, München. Die Fa. Synocura Healthcare GmbH in Leverkusen ist Vertreiber der Testmaterialien und EU-Bevollmächtigter ist die Fa. MedPath GmbH, Mies-van-der-Rohe-Strasse 8, 80807 München.

Was passiert, wenn kein Präsenzunterricht durchgeführt werden kann?

Im Fall von teilweisen oder vollständigen Einschränkungen des Schulbetriebes ist ein pädagogisches Betreuungsangebot sicherzustellen. Für diese Schülerinnen und Schüler wird und muss das Testangebot fortgesetzt werden.

Was bedeutet die Durchführung der Pooltests (Lolli-Tests) mit Blick auf den Präsenzunterricht?

Die Verwendung der Lolli-Tests bedeutet eine deutliche Verbesserung für die Anwendbarkeit und Handhabung bei Schülerinnen und Schülern der Grund- und Förderschulen. Allerdings erfordert die Durchführung der Pooltests zwingend eine Verknüpfung mit einem Unterrichtsmodell, welches einen Wechsel nach dem Prinzip Mo/Mi oder Di/Do vorsieht.

Kann vom vorgesehenen Modell eines täglichen Wechsels abgewichen werden, z.B. um für Eltern oder den Schülerspezialverkehr eine bessere Planbarkeit zu ermöglichen?

Wenn vom vorgesehenen Modell eines täglichen Wechsels abgewichen werden soll, muss das praktizierte Modell den pädagogischen und logistischen Anforderungen entsprechen und durch die zuständige Schulaufsicht genehmigt werden.

Nehmen auch Kinder, die sich in der pädagogischen Betreuung befinden, an der Testung teil?

Schülerinnen und Schüler, die an der pädagogischen Betreuung teilnehmen, sind Teil des Pools ihrer regulären Lerngruppe. Ein zusätzlicher Selbsttest erfolgt nur im Notfall, sofern das an der Schule möglich ist.

Manche Schülerinnen und Schüler besuchen am Nachmittag eine Betreuungsgruppe, die von der Lerngruppe vormittags abweicht. Müssen im Falle einer positiven Pooltestung auch alle Kinder der Betreuungsgruppe am Nachmittag nachgetestet werden?

Nein, da ein Nachweis einer möglichen Infektion am Vortag am darauffolgenden Morgen noch nicht erkannt werden könnte.

Was bedeutet ein positiver Pool für die Lehrkraft? Wie wird sie getestet, was bedeutet das für den weiteren Einsatz?

Wurde ein Pool positiv auf SARS-CoV-2 getestet, übermittelt die/der Coronabeauftragte die Befundergebnisse an die Eltern der SchülerInnen. Nicht immunisierte Lehrkräfte werden unmittelbar ebenfalls per PCR Individualtest getestet. Lehrkräfte organisieren sich einen PCR-Test bei einem Arzt oder Testzentrum.

Sind private Ersatz- und Ergänzungsschulen berücksichtigt?

Private Ersatzschulen sowie die anerkannten allgemeinbildenden ausländischen oder internationalen Ergänzungsschulen, die über eine Primarstufe verfügen, sind im Konzept berücksichtigt. Wenn diese Schulen eine Teilnahme am Projekt nicht wünschen, kann der jeweilige Träger dies äußern und aussteigen. Der Träger muss jedoch – ggf. auf eigene Kosten – sicherstellen, dass der Testpflicht gemäß der Bestimmungen des Bundesinfektionsschutzgesetzes sowie der Coronabetreuungsverordnung NRW nachgekommen wird. In den allgemeinen Waldorfschulen werden die Lolli-Testungen (wenn gewünscht) ausschließlich im Primarstufenbereich eingesetzt.

Die Gesamtzahl der bestellten Antigen-Selbsttests wurde wegen der Einführung der Lolli-Testungen deutlich reduziert. Eine Belieferung der für die Pooltestungen vorgesehenen Schulen mit diesen Tests ist daher landesseitig nur noch für die Beschäftigten sowie für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II vorgesehen.

Sollte die Schule daher auch die Schülerinnen und Schüler der Primarstufe weiterhin mit Antigen-Selbsttests versorgen wollen, sind die hierfür erforderlichen Antigen-Selbsttests eigenständig zu beschaffen und zu finanzieren. Eine Belieferung durch das Land im bisherigen Umfang ist aus finanziellen Gründen nicht möglich. Für Grund- und Förderschulen werden diese Tests ausschließlich für die Beschäftigten an diesen Schulen zur Verfügung gestellt, so dass ein privater Schulträger dann auf eigene Kosten die Finanzierung der Tests anderer Verfahren übernimmt.

Entscheidend ist, dass die Vorgaben des Bundesinfektionsschutzgesetzes sowie der Coronabetreuungsverordnung NRW eingehalten werden.

Was sind die Aufgaben der Schulleitung bzw. der von ihr beauftragten Ansprechpersonen?

Aufgaben der Schulleitung sind u. a.,

  • Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern über das anstehende Verfahren nach vorheriger Information durch das MSB zu informieren,
  • eine sachgemäße Durchführung der „Lolli-Tests“ in den jeweiligen Lerngruppen (feste Pools) ihrer Schule sicherzustellen,
  • verbindliche Poollisten für die festen Pools in den Lerngruppen des Präsenzunterrichts zu erstellen und diese an den Testtagen zu dokumentieren;
  • Einzeltest-Röhrchen bei Nachtestung zu dokumentieren und an die Eltern im Bedarfsfalle weiterzuleiten, die Pooltest-Behälter für den Logistik-Abholdienst pünktlich und verlässlich bereitzustellen.
  • Darüber hinaus informiert die Schulleitung bei Bedarf Eltern über die Konsequenzen einer Nicht-Abgabe eines Teströhrchens.

Wo gibt es weitere Informationen? Welche Ansprechpartner stehen für Fragen zur Verfügung?

Informationen zu den "Lolli-Tests”, zur Anwendung und zur Handhabung in den Schulen sind hier im Bildungsportal eingestellt, zum Teil in mehreren Sprachen. Die Anwendung selbst wird in einem Video beschrieben, das ebenfalls im Bildungsportal abgerufen werden kann. Für die Schulen stehen regionale Hotlines in den Bezirksregierungen zur Verfügung.

Entstehen für die Eltern Kosten im Rahmen der Testungen mit den Lolli-Tests?

Nein, die Kosten für alle durchgeführten Lolli-Tests an den Grund- und Förderschulen übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.

Wie wird bei Kindern verfahren, die auch mit dem Lollitest nicht getestet werden können? Können die Eltern weiterhin zuhause testen und eine Bestätigung über das negative Testergebnis vorlegen?

Für diese Einzelfälle kann alternativ ein höchstens 48 Stunden alter Negativtest einer anerkannten Teststelle vorgelegt werden.

Sind spezielle Entlastungsstunden für Corona-Ansprechpartner in den Schulen vorgesehen?

Die Corona-Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind im Auftrag der Schulleitung tätig. Diese kann die entsprechenden Personen durch die ihr zur Verfügung stehenden Entlastungsstunden für Leitungsaufgaben entlasten.

Welche Regelungen gelten für Schülerinnen und Schüler, die z.B. aufgrund einer Behinderung keine Selbsttests durchführen können?

Wenn Schülerinnen und Schüler in der Schule nicht getestet werden können, besteht alternativ die Möglichkeit, sich außerhalb der Schule testen zu lassen, z. B. über einen kostenlosen Bürgertest. Darüber hinaus kann gemäß § 3 Absatz 3 der Coronabetreuungsverordnung in ihrer aktuellen Fassung die Schulleiterin oder der Schulleiter für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung zulassen, dass die Selbsttestungen zuhause unter elterlicher Aufsicht stattfinden. In diesem Fall müssen die Eltern das Ergebnis schriftlich versichern. Ist dies jedoch nicht möglich und kann auch keine andere Form der Testung durchgeführt werden, darf die Schülerin oder der Schüler die Schule nicht besuchen. Dies gilt auch für die Notbetreuung. Seitens der Schule ist ein solches Schulversäumnis, das nicht vorsätzlich herbeigeführt wird, ähnlich wie eine Erkrankung zu werten.

Wie oft werden die Kinder getestet?

Jede Schülerin und jeder Schüler wird zweimal pro Woche in der Schule getestet, je nach Lerngruppe Montag und Mittwoch bzw. Dienstag und Donnerstag. Freitag ist testfrei, außer, wenn ein Pool positiv war und eine individuelle Nachtestung erforderlich wird (siehe dazu auch Punkt 5 „Positivtestung & Poolauflösung“). Aufgrund ihrer besonderen Schülerschaft wird das Verfahren zur Nachtestung an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung sich vom Verfahren an den übrigen Schulen unterscheiden.

Wie läuft ein Test ab?

Bei der so genannten „Lolli-Methode“ „lutschen“ die Schülerinnen und Schüler 30 Sekunden an einem Abstrich-Tupfer wie an einem Lolli. Die Proben einer Lerngruppe werden in sogenannten „Pools“ (also zusammen in ein dafür vorgesehenes Gefäß) zusammengeführt, von Fahrerinnen und Fahrern in den Schulen abgeholt und in kooperierenden Laboren in Form einer Standard-Pool-PCR-Testung ausgewertet. Einen kindgerechten Erklärfilm sowie informatives Begleitmaterial finden Sie hier im Bildungsportal.

Gibt es Maximalgrößen für die Pools, d. h. eine maximale Gruppengröße?

Die maximale Anzahl der in einem Pool zusammenzufassenden Tupfer beträgt 25. Sofern die Größe des Pools diesen Wert überschreitet, ist für die jeweilige Lerngruppe bzw. Klasse ein zweites Poolröhrchen zu verwenden und die Proben der Gruppe sind möglichst gleichmäßig auf die beiden Röhrchen zu verteilen. Die gesamte Gruppe wird jedoch als ein Pool gewertet; sofern einer der beiden Pools positiv ist, gelten auch die Schülerinnen und Schüler des anderen Pools als potenzielle Corona-Verdachtsfälle.

Erhöht die gleichzeitige Probenentnahme in einer Klasse nicht die Ansteckungsgefahr?

Nein, es besteht keine erhöhte Ansteckungsgefahr, da bei einer so kurzen Dauer der Probeentnahme kein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Bei Kindern, die zum Beispiel mittwochs und dann wieder am Montag der Folgewoche getestet werden, eine „Testlücke“ von 4 vollen Tagen. Ist hier wirklich von einer geringen Infektionsgefahr auszugehen?

Ja, durch das regelmäßige Testen der Schülerinnen zwei Mal pro Woche kann der Infektionsschutz eingehalten werden.

Welches Material wird den Schulen zur Verfügung gestellt? Auf welchem Weg?

Die Schulen erhalten die Testmaterialien von dem jeweiligen zuständigen Labor. Hierzu stehen die Labore mit den jeweiligen Schulstandorten in Kontakt. Zur Testdurchführung werden den Schulen geliefert: Abstrichtupfer und Sammelröhrchen (so genannte Zentrifugenröhrchen) für die Pooltestung, Abstrichtupfer in Einzelröhrchen zur Auflösung eines positiven Pools sowie Druckverschlussbeutel zum Einsammeln der Pooltests.

Welche Inhaltsstoffe hat das Testmaterial?

Die CE-zertifizierten Abstrichtupfer sind Medizinprodukte und bestehen aus dem Material ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol), einem handelsüblichen Kunststoff, und sind am faserigen Ende mit 100 % medizinischem Nylon beflockt. Diese Angaben beziehen sich sowohl auf die einzeln verpackten Nylon-Abstrichtupfer als auch auf die Nylon-Abstrichtupfer im Transportrohr.

Funktioniert die Lolli-Methode zuverlässig?

Ja. Die Lolli-Methode wurde im Institut für Virologie der Uniklinik Köln entwickelt und validiert.

Darf man vor der Entnahme der Probe gefrühstückt haben?

Im Rahmen der Validierung der Methode durch das Universitätsklinikum Köln wurden verschiedene Zeitpunkte der Probenentnahme untersucht. Es macht für die Sensitivität keinen Unterschied, ob die Proben vor dem Frühstück oder eine Stunde danach entnommen werden.

Kann ich mich auch weigern, mein Kind testen zu lassen?

Grundsätzlich ja. Allerdings ist es dann nicht möglich, dass das Kind am Präsenzunterricht teilnimmt. Wie auch in der Schulmail vom 3. Mai 2021 beschrieben ist eine Teilnahme am Präsenzunterricht nur für Schülerinnen und Schüler möglich, die einen PCR-Pooltest (bei Positivtestung des Pools: PCR-Einzeltest) mit negativem Ergebnis erhalten haben und nicht nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen identifiziert worden sind.

Was passiert bei einem Positiv-Testergebnis in einem Pool?

Wenn ein Pool positiv getestet worden ist, erfolgt eine Benachrichtigung durch das Labor an die Schule (entweder die Schulleitung oder eine andere beauftragte Person) für sämtliche Schülerinnen und Schüler, die dem positiv getesteten Pool zuzuordnen sind. Diese Schülerinnen und Schüler bleiben in häuslicher Isolation. Ziel ist es dabei, einen Großteil aller Ergebnisse der Pooltests noch am Testtag im Zeitfenster von 19 bis 20.30 Uhr zu übermitteln.  Zudem wird weiterhin an einer Optimierung des  Rückmeldeprozesses an die Schulen gearbeitet, um perspektivisch das Ziel der Ergebnisübermittlung aller Pooltests bis 19 Uhr am Testtag zu erreichen. Für eine Pool-Auflösung im Fall eines positiven Pools entnehmen die Eltern am nächsten Morgen zu Hause eine erneute „Lolli-Probe“ und bringen diese in die Schule, von wo die Einzel-PCR-Proben abgeholt und an das kooperierende Labor gebracht werden. Ausnahmeregelungen für Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Körperliche und Motorische Entwicklung sowie Geistige Entwicklung sind vorgesehen.

Ersetzt ein Bürgertest bzw. eine Testung beim Arzt eine individuelle Nachtestung bei Poolauflösung? Was passiert mit Kindern, die einem positiven Pool angehören?

Schülerinnen und Schüler haben bei einem positiven Poolbefund einen Anspruch auf die kostenlose Durchführung eines PCR-Einzeltests. Idealerweise sollte der durch die Schule zur Verfügung gestellte Nachtest als PCR-Einzeltest genutzt werden, da so eine schneller Rückmeldung an das Gesundheitsamt erfolgen kann. Die Vornahme des PCR-Einzeltests in einer Arztpraxis oder in einem Testzentrum im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten ist ebenfalls kostenfrei möglich. Die Eltern werden jedoch sehr gebeten, die Nachtestung über die Schulen abzuwickeln.

Wie ist mit Nachtestungen zu verfahren, die auf einen Freitag fallen?

Die Laborabholung findet auch freitags statt.

Wie ist mit Kindern zu verfahren, die am Testtag verspätet zum Unterricht erscheinen und dadurch die Testung versäumt haben?

In diesem Fall soll, falls möglich, ein Schnelltest aus den Beständen der Schule durchgeführt werden oder alternativ ein höchstens 48 Stunden alter Negativtest einer anerkannten Teststelle vorgelegt worden. Ist beides nicht möglich, kann keine Teilnahme am Präsenzunterricht erfolgen.

Wie ist mit Kindern zu verfahren, die nach Erkrankung (ohne Coronabezug) ggf. mehrere Testtage versäumt haben und nun z. B. an einem Nicht-Test-Tag wiederkommen?

Auch in diesem Fall soll, falls möglich, ein Schnelltest aus den Beständen der Schule durchgeführt werden oder alternativ ein höchstens 48 Stunden alter Negativtest einer anerkannten Teststelle vorgelegt worden. Ist beides nicht möglich, kann eine Teilnahme am Präsenzunterricht ohne aktuelle Testung nicht erfolgen.

Wie werden die Schulen und Eltern über den richtigen Gebrauch der Testmaterialien unterrichtet?

Neben dem an die Schulen verteilten Unterstützungsmaterial stellen die jeweiligen Labore sicher, dass alle ihnen zugeordneten Schulen eine entsprechend detaillierte Durchführungs-/ Anwendungsanleitung zur Verfügung gestellt wird. Darin ist neben dem genauen Ablauf der Probenentnahme insbesondere auch die Anforderung an die Vorbereitung der Abnahmematerialien, deren Lagerung, Transport, Verpackung etc. beschrieben. Zusätzlich zu den im Bildungsportal verfügbaren Informationen erstellen die Labore ebenfalls eine schriftliche Anleitung zur richtigen Anwendung/ Probenentnahme für die Eltern/Erziehungsberechtigten im Fall der Nachtestung.

Darf Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung bei den Tests assistiert werden? Braucht es dafür eine Einverständniserklärung der Eltern?

Lehrkräfte sowie Integrationshelferinnen und -helfer haben die Befugnis, den Schülerinnen und Schülern bei der Testung zu helfen. Gemäß der aktuellen Fassung des § 3 Absatz 3 der Coronabetreuungsverordnung kann die Schulleiterin oder der Schulleiter für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung zulassen, sodass die Selbsttestungen zuhause unter elterlicher Aufsicht stattfinden. In diesem Fall müssen die Eltern das Ergebnis schriftlich versichern. Ist dies jedoch nicht möglich und kann auch keine andere Form der Testung durchgeführt werden, darf die Schülerin oder der Schüler die Schule nicht besuchen. Dies gilt auch für die Notbetreuung. Seitens der Schule ist ein solches Schulversäumnis, das nicht vorsätzlich herbeigeführt wird, ähnlich wie eine Erkrankung zu werten.

Was passiert, wenn das Schulsekretariat nicht an jedem Tag besetzt ist?

Um einen pünktlichen Ablauf der Probenabholung zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass für die Abholung der Proben ein eindeutiger Ort festgelegt wird.

Welche Vorgaben gelten für die Registrierung der Proben, wenn eine eigenständige Beschriftung im häuslichen Umfeld problematisch ist?

Grundsätzlich gilt, dass eine Nachverfolgung durch eine geeignete Dokumentation erfolgt.

Wie können Eltern erreicht werden, die nicht über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügen?

Die Erklärfilme und Muster-Elternbriefe im Bildungsportal sind auch in englischer, russischer, persischer und arabischer Sprache sowie Deutscher Gebärdensprache verfügbar.

Müssen die Lehrkräfte beim Einsammeln der „Pool-Teststäbchen“ Einmalhandschuhe tragen?

Das Tragen von Handschuhen ist für die Lehrkräfte sinnvoll und zu empfehlen, aber nicht zwingend notwendig. In jedem Fall sollten die Lehrkräfte vor und nach der Probeneinsammlung ihre Hände gründlich waschen und desinfizieren.

Ist die Teilnahme am Lollitest verpflichtend oder kann ersatzweise das Ergebnis eines Bürgertests vorgelegt werden?

Die Teilnahme an der kind- und altersgerechten „Lolli-Testung“ wird dringend empfohlen. Da es sich um PCR-Tests handelt, sind diese sehr sicher und aussagekräftig. Es besteht rechtlich allerdings auch die Möglichkeit, einen PCR-Test oder Coronaselbsttest in einem Testzentraum (sog. Bürgertest)  vornehmen zu lassen und den Testnachweis an die Schule zu übermitteln. Diese Testungen werden unabhängig von der schulischen Testung vorgenommen und abgewickelt.  Seit dem 20. September 2021 müssen pro Woche fortan die Ergebnisse von drei Bürgertests vorgelegt werden, um beim Ersatz der PCR-Pooltestung durch einen Bürgertest das Schutzniveau zu erreichen, welches auch an den weiterführenden Schulen gefordert wird. Analog zum Testverfahren an weiterführenden Schulen sind somit bei einer dreimaligen Bürgertestung pro Woche die Testungen grundsätzlich am Montag, Mittwoch und Freitag durchzuführen.

Wie wird der Datenschutz gewährleistet?

Die Ergebnisse der nach § 3 Absatz 3 der Coronabetreuungsverordnung durchgeführten Coronaselbsttests oder vorgelegten Testnachweise werden von der Schule erfasst und dokumentiert. Die Schulen übermitteln positive Testergebnisse dem Gesundheitsamt. Im Rahmen der Verfahren der PCR-Pooltestungen sind die Schulen befugt, die für individuelle PCR-Nachtestungen erforderlichen personenbezogenen Daten der Betroffenen an die testenden Labore zu übermitteln; die Labore sind befugt, die Einzel-PCR-Ergebnisse an die Betroffenen, an die jeweilige Schule und positive Einzel-PCR-Ergebnisse an das Gesundheitsamt zu übermitteln. Im Übrigen werden die Testergebnisse nicht an Dritte übermittelt und nach 14 Tagen vernichtet.

Werden die Schulen vom Labor über das Ergebnis eines positiven Individualtests einer Schülerin oder eines Schülers informiert?

Im Rahmen der Verfahren der PCR-Pooltestungen sind die Schulen befugt, die für individuelle PCR-Nachtestungen erforderlichen personenbezogenen Daten der Betroffenen an die testenden Labore zu übermitteln. Die Labore sind befugt, die Einzel-PCR-Ergebnisse an die Betroffenen und an die jeweilige Schule zu übermitteln. Mit dieser Rechtsgrundlage wird insbesondere die Handlungssicherheit derjenigen Schulen gestärkt, die von einem positiven Poolergebnis betroffen sind.

Wie werden die Testungen von Schülerinnen und Schülern durchgeführt, deren Schulen von der Flutkatastrophe betroffen sind?

Schulen, die aufgrund der Flutkatastrophe nicht an den Lolli-Testungen teilnehmen können, nutzen bis zur Wiederaufnahme der Lolli-Testungen die Antigen-Selbsttests auch für die Schülerinnen und Schüler. Schulen, die aufgrund der Flutkatastrophe Gastschülerinnen und Gastschüler von Schulen aufgenommen haben, an denen kein Schulbetrieb möglich ist, bestellen die entsprechenden Tests über den Zugang Ihrer Schule mit, wenn am Standort der aufnehmenden Schule keine Lolli-Testungen genutzt werden können bzw. sollen. Eine ggfs. notwendige Erhöhung der maximalen Bestellmenge an Selbsttests kann per Mail an das Postfach asd[at]msb.nrw.de gemeldet werden.

Sind auch von einer Coronaerkrankung genesene oder vollständig geimpfte Schülerinnen und Schüler bzw. schulisches Personal zur Testung verpflichtet?

Nach der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung sind genesene Schülerinnen und Schüler, die nachweisen können, dass ihre Infektion mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate zurückliegt, allen negativ getesteten Personen gleichgestellt. Sie müssen an den Testungen nicht teilnehmen. Dies gilt auch für Personen mit vollständigem Impfschutz. Genesene Schülerinnen und Schüler, die nach der behördlich angeordneten Quarantäne früher als nach 28 Tagen wieder in den Unterricht zurückkehren, können ebenfalls von den Testungen ausgenommen werden. Nach der vierten Woche gilt die oben beschriebene Regelung. Die Befreiung von der Testpflicht gilt auch bei einem positiven Poolbefund, sofern die genesenen Schülerinnen und Schüler nicht am vorherigen PCR-Pooltest teilgenommen haben (vgl. § 13 Satz 3 CoronaTestQuarantäneVO).

Wie erhalten die Schulen die benötigten Testutensilien?

Jede Schule ist einem von landesweit elf Laboren zugeordnet. Damit sind die Labore für die Verteilung der Testmaterialien (inkl. Barcodes) an die zugeordneten Schulen verantwortlich. Die Labore stellen zudem den Schulen geeignete Einwegbeutel zur Sammlung und kurzfristigen Aufbewahrung der Zentrifugenröhrchen sowie entsprechend funktionsfähig codierte oder codierbare Testmaterialien zur Verfügung, die bei einem positiven Befund eine Poolauflösung und Individualnachverfolgung und Kontaktaufnahme zu den Eltern/Erziehungsberechtigten ermöglichen (z. B. in Form von individuellen Barcodes, Erfassungsbogen über Name und Anschrift der getesteten Person).

Wie kommen die Tests von den Schulen in die Labore?

Die Proben jedes Pools werden im Sekretariat oder an einer anderen zentralen Stelle in der Schule gesammelt. Hier holen Fahrerinnen und Fahrer die gesammelten Proben ab und bringen sie auf einer eng durchgetakteten, pro Schule individuell festgelegten Route ins zuständige Labor. Hierfür ist es wichtig, dass sich Fahrer und Ansprechpartner der Schulen sowie Fahrer und Labore gut abstimmen und dass die Abholzeiten eingehalten werden.

Wie erfolgt die Rechnung des Fahrdienstleisters?

Für die pauschale Kostenerstattung wird ein Pauschalwert je Entfernungskilometer (Strecke zwischen erster Schule in der „Perlenkette“ und dem Labor / Knotenpunkt) zugrunde gelegt. Der Pauschalwert orientiert sich an den Transportkosten, die im gewerblichen Personenbeförderungsgewerbe üblich sind. Es ist eine Vergütung in Höhe von 3 Euro pro Entfernungskilometer zwischen der ersten Schule der Route und dem Labor bzw. Knotenpunkt vorgesehen (s. Schreiben an Schulträger vom 14. Juni 2021).

Worauf basieren die Routenplanungen für den Transport der Tests?

Die etwa 400 Routenplanungen sind zeit- und wegeoptimiert, d. h., dass Schulen und Schulstandorte verschiedener Schulträger auf einer Route liegen können.

Wo sind Details der Routen zu finden?

Das MSB stellt jedem Schulträger die entsprechende Routen- und Zeitplanung für die betroffenen Schulen zu Verfügung.

Wie sehen die Routenplanungen bei Schulen mit Teilstandorten in unterschiedlichen Städten aus?

Alle Schulstandorte werden berücksichtigt. Details ergeben sich aus den individuellen Routenplänen.

Sind Änderungen der Routen möglich?

Die Routen sind landesweit in einem Gesamtsystem strecken- und zeitoptimiert berechnet, so dass hinsichtlich der Standorte der Schulen und der beauftragten Dienstleister Abhängigkeiten bestehen. Grundsätzliche Routenänderungen sind nicht vorgesehen, damit die gesamthafte Funktionsfähigkeit des Konzepts sichergestellt ist.

Wer darf mit der Logistik beauftragt werden? Könnten z.B. auch Bundeswehr, Polizei, Rotes Kreuz, Malteser, Johanniter, Taxiunternehmen etc. die Logistik unterstützen? Gibt es in einem solchen Fall eine Kostenerstattung für die Schulträger?

Die Schulträger können die Logistik in Eigenleistung ausführen oder es können Dritte mit der Übernahme der Transportleistung beauftragt werden (z. B. auch Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, oder Taxiunternehmen). Das Land sichert zu, dass der Aufwand entsprechend der Routenlänge auf Basis einer pauschalen Kostenerstattung für die Schulträger, die eine Route verantwortlich organisieren, auf Kilometerbasis erstattet wird.

Sind Kooperationen von Dienstleistern/Schulträgern möglich?

Grundsätzlich ja. Absprachen sind insbesondere dann sinnvoll und erforderlich, wenn in einer Route mehrere Schulträger/Dienstleister beteiligt sind. In einer solchen Konstellation könnten die Beteiligten beispielsweise die Fahrten für bestimmte Tage untereinander aufteilen. Aber auch darüber hinaus können die Träger und Fahrdienste Kooperationen vereinbaren.

Sind für den Transport besondere Sicherungsmaßnahmen erforderlich?

Das von den Fahrern zu transportierende Probenmaterial entspricht als ansteckungsgefährlicher Stoff der Kategorie B. Durch die vorgesehene Verpackung (Transportbeutel und Box), ist keine Schulung, Zertifizierung oder Akkreditierung der Fahrer eine Sondergenehmigung des Landes notwendig. Die Fahrerinnen und Fahrer erhalten ein Informationsblatt mit Empfehlungen zum Umgang mit den Proben und dem Transportmaterial.

Wie erfolgt die Zuordnung der einzelnen Proben zu den Pools?

Basierend auf der Liste fest zugeteilter Schulen kümmert sich jedes Labor eigenständig um die Erstellung der zur Codierung notwendigen Barcodes (ausgedruckte Etiketten), die von den Schulen nach Probeentnahme auf die Zentrifugenröhrchen geklebt werden. Das Testmaterial ist also bei Auslieferung durch das Labor so codiert, dass bei einem positiven Befund eine Poolauflösung und Individualnachverfolgung und Kontaktaufnahme zu den Eltern/Erziehungsberechtigten möglich wird (z. B. in Form von individuellen Barcodes, Erfassungsbogen über Name und Anschrift der getesteten Person).

Wenn Eltern die häusliche Nachtestung nicht durchführen oder nicht pünktlich zurücksenden, verbleibt dann die Gruppe der Schülerinnen und Schüler, die in diesen Pool gehören bis zum Eingang des letzten Tests zu Hause? 

Nein. Schülerinnen und Schüler, die einen negativen Test im Anschluss an eine positive Pool-Testung nachweisen können, dürfen die Schule wieder besuchen. Wenn ein solcher Test nicht vorgelegt werden kann, ist für die jeweiligen Schülerinnen und Schüler kein Schulbesuch und auch keine Teilnahme an der Betreuung möglich.

Müssen Schulen zwingend Mobilnummern als Kontakt angeben?

Die benannten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner stellen sicher, dass sie unter den in der Abfrage benannten Nummern zu erreichen sind.

Gibt es einen Haftungsausschluss bei zu später Ablieferung sowie bei Problemen in der internen Logistik durch Schulträger?

Mit der Übernahme der Transportaufgabe durch einen Schulträger ist keine Haftung hinsichtlich einer zu späten Ablieferung durch einen Schulträger bzw. bei externer Vergabe durch den beauftragten Dienstleister verbunden. Es wird lediglich zu erwarten sein, dass der Schulträger die notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen hat, um die Transportleistung zeitgerecht im Rahmen der festgelegten Routen und Routenzeiten zu erbringen. Bei einer regelmäßigen Nichteinhaltung der Routenzeiten sind die Schulträger aufgefordert, mit den Hotlines der Bezirksregierungen Kontakt aufzunehmen, um ggf. Möglichkeiten für eine Anpassung der Routen prüfen zu lassen.

Müssen Schulen mit mehreren Standorten, wenn diese durch unterschiedliche Routen bedient werden, verschiedene Ansprechpersonen angeben?

Je nach Größe der Schule kann es sinnvoll sein, mehrere Ansprechpersonen zu benennen. Sofern hier eine Veränderung der ursprünglichen Angaben im Vergleich zur Abfrage erfolgt, ist unbedingt die Hotline der jeweiligen Bezirksregierung zu informieren.

Wann liegen die Testergebnisse vor?

Die Proben werden ab 9 Uhr in den Schulen abgeholt und in die Labore transportiert. Sobald die Proben in den Laboren angekommen sind, beginnen diese mit der Analyse des Materials. Der Zeitpunkt, wann mit diesen Arbeiten begonnen werden kann, ist abhängig von der Länge der Route und von der Transportdauer/Verkehrslage. Erste Ergebnisse können bereits am Nachmittag vorliegen. Gemeinsam mit den Laboren wurde der Prozess der Pooltestung optimiert, wodurch eine Übermittlung der Ergebnisse noch am Tag der Testdurchführung ermöglicht werden soll. Ziel ist es, einen Großteil aller Ergebnisse der Pooltests noch am Testtag im Zeitfenster von 19 bis 20.30 Uhr zu übermitteln.

Was passiert, wenn der gesamte Pool negativ getestet worden ist?

Es erfolgt in jedem Fall eine Benachrichtigung der Schule. Nur bei einer ungültigen Testung erfolgt keine Meldung. In diesem Fall sollte sich die Schulleitung an die zuständige Hotline der Bezirksregierung melden.

Dürfen Eltern von der Schule verpflichtet werden, eine bestimmte App zur Befundübermittlung zu nutzen?

Nein. Die Nutzung der App des Labors durch die Eltern ist datenschutzrechtlich nur freiwillig und mit deren Einwilligung möglich.

Dürfen Eltern bzw. Lehrkräfte im Falle der Nutzung einer App verpflichtet werden, ihre private Email-Adresse anzugeben?

Nein. Die Angabe ist nur freiwillig möglich.

Sind falsch positive Testergebnisse möglich?

Falsch positive Ergebnisse sind sehr selten. Die PCR-Testung hat eine Spezifität von fast 100 Prozent.

Kann es zu falsch negativen Testergebnissen kommen?

Infektionen mit einer sehr niedrigen Viruslast können unter Umständen nicht nachgewiesen werden. Niedrige Viruslasten lassen aber darauf schließen, dass zum Zeitpunkt der Probenentnahme keine Infektiösität vorliegt.

Kann es passieren, dass ein Kind in Quarantäne muss, obwohl nur ein anderes Kind aus der Klasse infiziert ist?

Die Quarantäne von Schülerinnen und Schülern ist mit der am 9. September 2021 beschlossenen Neuregelung der Quarantäne sofort grundsätzlich auf die nachweislich infizierte Person zu beschränken. Die Quarantäne von einzelnen Kontaktpersonen oder ganzen Kurs- oder Klassenverbänden wird nur noch in ganz besonderen und sehr eng definierten Ausnahmefällen erfolgen und ist dann auf so wenige Schülerinnen und Schüler wie möglich zu beschränken. Die zuständige Behörde (das Gesundheitsamt) entscheidet nach wie vor im Einzelfall, wer aus der Lerngruppe zu Hause bleiben muss. Eine Anordnung dieser Art dient immer dem Schutz anderer, gesunder Menschen und wird niemals grundlos ausgesprochen. Für asymptomatische Schülerinnen und Schüler, welchen in Ausnahmefällen durch die zuständige Gesundheitsbehörde als enge Kontaktpersonen eine Quarantäne angeordnet wird, besteht die Möglichkeit einer Freitestung am fünften Tag der Quarantäne, und zwar mithilfe eines negativen PCR-Tests oder eines qualitativ hochwertigen Antigen-Schnelltests aus der Liste des Paul-Ehrlich-Instituts. Dieser Test muss bei einer Ärztin/ einem Arzt oder in einem Testzentrum durchgeführt werden.

Zeitraum

Wie erfahren Schulen und Eltern das Ergebnis des Pooltests?

Je nach konkreter Übermittlungsmethode des Labors erfahren Schulen und Eltern das Testergebnis über die vereinbarte Kontaktmethode . Daher ist es wichtig, dass die Schulen einen Ansprechpartner bereitstellen und dass die Eltern funktionsfähige Kontaktdaten zur Verfügung stellen.

Kann eine Testbescheinigung durch die Schulen ausgestellt werden?

Die jeweilige Schule darf auf Wunsch seit dem 31. Mai 2021 (gem. § 3 Absatz 4 CoronaBetrVO) eine Bescheinigung über einen negativen Pooltest am Tag nach der Pooltestung sowie eine Bescheinigung über einen negativen Selbsttest am Testtag ausstellen. Den getesteten Personen ist auf Wunsch für jede Testung, an der sie unter Aufsicht teilgenommen haben, von der Schule ein aussagekräftiger schriftlicher oder digitaler Testnachweis auszustellen. Aufgrund von Rückfragen und auf Wunsch einiger Schulen hat das Ministerium für Schule und Bildung in Abstimmung mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales für das „Lolli“-Testfahren ein gesondertes und passgenaues Formular gefertigt. Das Formular entspricht den Vorgaben der CoronaBetrVO und der CoronaTestQuarantäneVO, geht auf das besondere Testverfahren präzise ein und vereinfacht für Sie die Ausstellung der entsprechenden Testbescheinigungen. Das erwähnte Formular finden Sie hier.

Wird den Schulleitungen ein Diensthandy zur Verfügung gestellt?

Nein. Die Erreichbarkeit kann mit den vorhandenen Mitteln auch über die vorhandenen Kommunikationswege sichergestellt werden.

Was passiert bei einem Positiv-Testergebnis in einem Pool?

Schülerinnen und Schüler, die einem Pool angehören, der ein positives Testergebnis erhalten hat, gelten als Corona-Verdachtsfälle. Die Eltern nehmen sie in häusliche Isolation. Mit der Vorlage eines negativen PCR-Einzeltests können sie wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren.

Im Fall eines positiven Tests eines Pools erfolgt eine Benachrichtigung durch das Labor in der vereinbarten Form an die Ansprechperson in der Schule für sämtliche Schülerinnen und Schüler, die dem positiv getesteten Pool zuzuordnen sind. Gemeinsam mit den Laboren wurde der Prozess der Pooltestung optimiert, wodurch eine Übermittlung der Ergebnisse noch am Tag der Testdurchführung ermöglicht werden soll. Ziel ist es, einen Großteil aller Ergebnisse der Pooltests noch am Testtag im Zeitfenster von 19 bis 20.30 Uhr zu übermitteln.

Für eine Pool-Auflösung im Fall eines positiven Pools entnehmen die Eltern am nächsten Morgen zu Hause eine erneute „Lolli-Probe“ und bringen diese in die Schule, von wo die Einzel-PCR-Proben abgeholt und an das kooperierende Labor gebracht werden.

Für Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Körperliche und motorische Entwicklung sowie Geistige Entwicklung gelten andere Regelungen.

Wie erhalten die Schülerinnen und Schüler die Reserve-Abstrichtupfer für die häusliche Nachtestung?

Zu Beginn des Projektes erhält jedes Kind je zwei Individualtupfer („Lollis“) und Individualröhrchen als Reserve. Diese werden bei Positivtestung des Pools von den Eltern am nächsten Tag zur vereinbarten Zeit in die Schule gebracht. Bei Förderschulen Geistige Entwicklung sowie Körperliche und motorische Entwicklung gelten andere Regelungen. Wenn einer der Individualtupfer verwendet worden ist, wird dieser ersetzt.

Wie erfahren die Eltern das Ergebnis der Einzeltestung?

Die genauen Kontaktwege wird das zuständige Labor mit der jeweiligen Schule abklären.

Wann dürfen positiv getestete Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule?

Eine Teilnahme am Präsenzunterricht ist für Schülerinnen und Schüler möglich, die einen PCR-Einzeltest mit negativem Ergebnis erhalten haben.

Was passiert, wenn der Pool nicht schlüssig aufgelöst werden kann?

Die Quarantäne ist grundsätzlich auf die infizierte Person sowie die unmittelbare Sitznachbarin oder den unmittelbaren Sitznachbarn zu beschränken. Symptomlose immunisierte Personen sind von der Quarantäneanordnung ausgenommen. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass bei der vollständigen Nachtestung der Schülerinnen und Schüler eines positiven Pools kein infiziertes Kind ermittelt werden kann, können alle Kinder, für welche ein negatives PCR-Testergebnis vorliegt, wieder die Schule besuchen. Einzelne ungetestete Kinder können somit die Teilnahme anderer getesteter Kinder nicht „blockieren“. Dennoch ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die dringend notwendige Beteiligung an der Nachtestung im Rahmen der Auflösung eines positiven Pools aktiv gegenüber den Eltern kommuniziert werden muss. Beteiligen sich die Eltern nicht an der Nachtestung zur Pool-Auflösung an der Schule, müssen sie selbst aktiv auf ihre Haus- bzw. Kinderärzte zugehen, damit diese eine bestätigende PCR-Testung veranlassen können. Vorher ist eine Rückkehr in die Schule nicht möglich. Um das Testverfahren erfolgreich aufrecht zu erhalten, ist es wichtig, die Eltern über diese Abläufe präzise zu informieren. Dabei soll auch angeregt werden, dass die Schülerinnen und Schüler idealerweise an den schulischen PCR-Nachtestungen teilnehmen.  Zum Testablauf stehen hier im Bildungsportal Musterbriefe und weitere Informationen zur Verfügung, die Sie verwenden können.

Von dem Verfahren unberührt bleiben die notwendigen Quarantänemaßnahmen im Ausnahmefall.

Was passiert, wenn ein Kind nach einem positiven Pool die Einzeltestung verpasst hat?

Das ungetestete Kind würde zunächst die Teilnahme der anderen Kinder der Klasse am Unterricht nicht blockieren. Das Kind hat zudem einen Anspruch auf die kostenlose Durchführung eines PCR-Tests bei einer Ärztin/ einem Arzt oder in einem Testzentrum im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazitäten (Vgl. § 1 TestV) und kann die Testung dort nachholen. Eine Teilnahme am Unterricht ist nach Vorlage eines negativen PCR-Testergebnisses wieder möglich. Idealerweise sollte das Kind aber an der über die Schule abgewickelte PCR-Einzeltestung teilnehmen.

Entscheidet das jeweilige Gesundheitsamt über die Quarantäneregelungen?

Das lokale Gesundheitsamt beurteilt die Lage vor Ort und verhängt Quarantänemaßnahmen.

Was passiert, wenn Eltern den zweiten Test nicht in die Schule bringen?

Die Schule informiert im Rahmen ihrer grundsätzlichen Information über das Lolli-Testverfahren ausdrücklich die Eltern auch über die Konsequenz, dass im Fall einer positiven Pooltestung ein Kind erst wieder am Präsenzunterricht teilnehmen darf, wenn ein negativer PCR-Test vorliegt.

Erfolgt eine automatische Befundübermittlung an das Gesundheitsamt?

Ein positiver PCR-Pooltest muss vom Labor aktiv an die Ansprechpartner der Schulen gemeldet werden. Dieses positive PCR-Pooltestergebnis führt dazu, dass alle Schüler dieser Klasse wie Corona-Verdachtsfälle behandelt werden. Parallel dazu muss das Labor den positiven PCR-Pooltest an die zuständige Behörde melden (Information über Schule und Poolgröße). Daher muss dann innerhalb von 24 Stunden die Poolauflösung durch individuellen PCR-Test mithilfe des „Reserve-Abstrichtupfers“ erfolgen. Fällt ein Individualtest positiv aus, informieren die Labore neben den Eltern auch das Gesundheitsamt im Rahmen eines üblichen positiven Coronabefunds (vgl. Meldeformular für eine meldepflichtige Krankheit gemäß §§ 6, 8, 9 lfSG). Diese Meldung ist direkt an das Gesundheitsamt gerichtet und nicht öffentlich einsehbar.

Wie können Kinder, die in Quarantäne sind, am Unterricht oder an Betreuungsangeboten teilnehmen?

Kinder, die auf Anweisung der zuständigen Behörde (z. B. des Gesundheitsamtes) zuhause bleiben müssen, dürfen nicht am Präsenzunterricht oder an Betreuungsangeboten der Schule teilnehmen. Sie erhalten von der Schule Aufgaben im Rahmen des Distanzunterrichts.

Wie ist mit Nachtestungen zu verfahren, die auf einen Feiertag oder einen Freitag fallen?

Die Abholung von Nachtestungen durch das jeweilige Labor ist nicht auf bestimmte Wochentage beschränkt, findet aber nicht an Feiertagen statt.

Wer setzt das Betretungsverbot durch, wenn Schüler trotz positiven Tests oder bei Verweigerung der Teilnahme an Tests zur Schule geschickt werden?

Nicht getestete und positiv getestete Personen sind durch die Schulleiterin oder den Schulleiter von der schulischen Nutzung von Schulgebäuden auszuschließen.

Wann ist bei Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung eine Testung im häuslichen Umfeld alternativ zu einer Pool-Testung in der Schule möglich?

Für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung kann die Schulleiterin oder der Schulleiter gemäß § 3 Absatz 3 der Coronabetreuungsverordnung zulassen, dass die Selbsttestungen zuhause unter elterlicher Aufsicht stattfinden. In diesem Fall müssen die Eltern das Ergebnis schriftlich versichern. Dies gilt für alle Förderschwerpunkte. Im Sinne eines reibungslosen Ablaufs der Pool-Testung sollte es sich dabei aber nur um einzelne Ausnahmefälle handeln. In solchen Fällen einer positiven Testung können die Kinder analog wie Personen behandelt werden, die gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 TestV des Bundes als Kontaktpersonen eingeordnet werden, und haben daher Anspruch auf einen PCR-Test bei einem Hausarzt bzw. einer Hausärztin oder einem Testzentrum.

Können Kinder trotz eines positiven Einzeltestbefundes dennoch nach Einschätzung der lokalen Gesundheitsbehörden am Unterricht teilnehmen?

Einzelne Gesundheitsämter können zu der Bewertung kommen, dass bei einem bestimmten CT-Wert keine Infektiösität gegeben ist. Das liegt im Ermessensspielraum der Gesundheitsbehörde. Sollte letztere zu dem Schluss kommen, dass ein Kind nicht infektiös ist, so darf das Kind entsprechend am Unterricht teilnehmen.

Gibt es z.B. mit Blick auf Feiertage eine Vorgabe, wie lange der Zeitraum zwischen Testabnahme im häuslichen Umfeld und Abholung in der Schule maximal sein darf? 

Generell soll die Entnahme einer Probe (also auch der Einzelprobe zuhause) immer morgens erfolgen, da abends eine veränderte Virenlast vorliegt. Prinzipiell sind die entnommenen Proben stabil, d. h. auch ein Abstrichtupfer, der 2 bis 4 Tage „alt“ ist, könnte noch zur Auswertung verwendet werden können.

Bei Schülertransport und in der Betreuung kann es zur Durchmischung der Pools kommen. Wie sollen Schulen damit umgehen?

Eine Durchmischung kann nach Schulschluss jederzeit vorkommen. Durch die engmaschige und hoch sensitive Testung kann schnell eine Infektion bei anderen Kindern festgestellt werden, die nicht zum ursprünglichen Pool gehören.

Was passiert, wenn Ärzte die kostenlose Durchführung der PCR-Tests verweigern und Eltern bereits die Kosten ausgelegt haben? Besteht die Möglichkeit zur nachträglichen Erstattung?

Schülerinnen und Schüler haben bei einem positiven Poolbefund einen Anspruch auf die kostenlose Durchführung eines PCR-Einzeltests. Idealerweise sollte der durch die Schule zur Verfügung gestellte Nachtest als PCR-Einzeltest genutzt werden, da so eine schneller Rückmeldung an das Gesundheitsamt erfolgen kann. Die Vornahme des PCR-Einzeltests in einer Arztpraxis ist ebenfalls kostenfrei möglich. Die Abrechnung durch den Leistungserbringer (d. h. in diesem Fall die Arztpraxis) bei der Kassenärztlichen Vereinigung ist in der aktuellen Testverordnung vorgesehen (vgl. §§ 4 b Satz 1, 6 Absatz 1 Nummer 3,§ 7 Absatz 1 TestV). Sollten Eltern fälschlicherweise für die Kosten aufgekommen sein, kann das MSB leider keine nachträgliche Erstattung vornehmen. Den Eltern wird empfohlen, nochmals Kontakt mit dem Leistungserbringer der Testung aufzunehmen, um eine Erstattung zu erwirken. Sollte der Sachverhalt dann nicht geklärt werden können, ist auch eine Kontaktaufnahme bei der zuständigen Kreisstelle der Kassenärztlichen Vereinigung zur individuellen Fallprüfung möglich.

Wie lange dauert die Befundermittlung?

Der PCR-Test im Labor dauert ca. vier bis sechs Stunden. Gemeinsam mit den Laboren wurde der Prozess der Pooltestung optimiert, wodurch eine Übermittlung der Ergebnisse noch am Tag der Testdurchführung ermöglicht werden soll. Ziel ist es, einen Großteil aller Ergebnisse der Pooltests noch am Testtag im Zeitfenster von 19 bis 20.30 Uhr zu übermitteln, jedoch spätestens bis um 6 Uhr des Folgetages.

Wie funktioniert die Befundübermittlung?

Die Labore übermitteln das Befundergebnis an die Ansprechpartner der Schule, so dass die Information in der in der Schule abgesprochenen Form an die betroffenen Lehrkräfte und die Eltern der entsprechenden Kinder weitergeleitet werden kann.

Welche Labore nehmen am Projekt teil?

Es nehmen elf Labore als Projektpartner teil, die auch die entsprechenden Testkapazitäten bieten (s. Anhang 1 für Laborliste).

Besteht die Möglichkeit der Teilnahme weiterer Labore?

Da durch die teilnehmenden Labore ausreichende Testkapazitäten zugesichert wurden, wird die Auswahl der genannten Labore zunächst so bestehen bleiben.

Führen alle Förderschulen die PCR-Pooltestung durch?

Ja, bis auf wenige Ausnahmen.

Müssen die Schülerinnen und Schüler an Schulen für Kranke auch zweimal wöchentlich getestet werden?

Wenn der Schutzstandard der Klinik oder medizinisch-therapeutischen Einrichtung, der die Schule für Kranke angegliedert ist, mindestens den für Schulen geltenden Schutzstandard laut Coronabetreuungsverordnung erfüllt, sind keine zusätzlichen Testungen erforderlich. Das Ziel, durch regelmäßige Testungen den Infektionsschutz zu sichern, ist in diesem Fall durch die Maßnahmen der Klinik erfüllt. Schulen für Kranke nehmen deshalb nicht am Programm teil.

Wo gibt es weitere Informationen?

Informationen zu den Tests, zur Anwendung und zur Handhabung in den Schulen sind im Bildungsportal eingestellt (zum Teil mehrsprachig). Die Anwendung der Tests wird in einem Video beschrieben, das ebenfalls im Bildungsportal abgerufen werden kann.

Welche konkreten Informationen zum verwendeten Testmaterial liegen vor?

Informationen zu den Materialangaben (u.a. Inhaltsstoffe des Testmaterials) können unter http://www.schulministerium.nrw/lolli-tests entnommen werden. Es handelt sich um CE-zertifizierte Medizinprodukte Klasse Is. Die Abstrichtupfer, die verwendet werden, tragen eine CE-Kennung. Sie enthalten keine schädlichen Substanzen, sondern bestehen aus Acrylnitril-Butadien-Styrol, einem handelsüblichen Kunststoff („Lolli-Stiel“), sowie das „Wattebausch-Ende“ aus sterilem Nylon.

An wen können sich Schulen, Labore und Fahrer in Störungsfall melden?

An Testtagen (Montag bis Donnerstag) ist eine Hotline in den Bezirksregierungen ab 6:30 Uhr erreichbar. Die Verfügbarkeit des Zeitraums der täglichen Besetzung ist durch die BR festzulegen Diese steht als Koordinationsstelle zwischen Laboren, Schulen und Fahrern/Schulträgern im Störungsfall und im Falle von Abweichungen vom Regelbetriebs zur Verfügung.

Die genaue Hotline-Nummer entnehmen Sie je nach Ihrer zuständigen Bezirksregierung der folgenden Aufstellung:

Bezirksregierung

Funktionspostfach

Telefon-Hotline

Arnsberg

lolli-test[at]bra.nrw.de

02931 82 7020

Detmold

lolli-test[at]brdt.nrw.de

05231 71 4090

Düsseldorf

lolli-test[at]brd.nrw.de

0211-475-4110

Köln

lolli-test[at]brk.nrw.de

0221-147-3333

Münster

lolli-test[at]brms.nrw.de

0251 411 4320

Wer ist anzusprechen, wenn Schulen ihr Test-Kit nicht erhalten?

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für logistische Fragen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen Hotline. Diese wenden sich dann an das Ihnen zugeordnete Labor, damit möglichst zügig eine Nachlieferung veranlasst werden kann. Die Labore haben hierfür extra ein sogenanntes „Rotes Telefon“ für Notfälle eingerichtet.

Wer ist anzusprechen, wenn die Fahrerinnen oder Fahrer nicht an der Schule ankommen, um die Proben einzusammeln?

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für logistische Fragen sind die Mitarbeiter der jeweiligen Hotline. Diese wenden sich dann an den Ihnen zugeordneten Fahrer, damit möglichst zügig eine Aufklärung veranlasst werden kann.

Was passiert, wenn Fahrerinnen oder Fahrer z. B. aufgrund eines Staus oder einer Panne nicht pünktlich an einer Schule ankommen oder ihre Route nicht schaffen können?

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Fahrdienste sind Ihre beauftragenden Schulträger. Die Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter der jeweiligen Hotline wenden sich an die Schulen, wenn das erforderlich ist.

Welche Aufgaben kommen auf Schulträger und auf Kreisverwaltungen zu?

Die Schulträger übernehmen grundsätzlich die Organisation des Transports der Tests und der Materialien zwischen Labor oder Sammelpunkt zu den Schulen. Diese Aufgabe können sie in Eigenleistung ausführen oder es werden Dritte mit der Übernahme der Transportleistung beauftragt. Für jede Route wird von den Trägern oder Dienstleistern eine Ansprechpartnerin oder ein Ansprechpartner benannt, um Fragen zum Tagesgeschäft zur betreffenden Route zu beantworten. Schlussendlich übernehmen die federführenden Schulträger die Qualitätssicherung für den Transport von den Sammelpunkten oder Laboren zu den Schulen, um sicherzustellen, dass die Transporte vollständig und rechtzeitig erbracht worden sind.

Labore

Ort

Eurofins MVZ Medizinisches Labor

Iserlohn

Labor Dr. Quade & Kollegen GmbH

Köln

Labor Dr. Wisplinghoff - Köln

Köln

Labor Krone

Bad Salzuflen

MVZ SYNLAB Leverkusen GmbH

Leverkusen

Zotz Klimas

Düsseldorf

MVZ Dr. Eberhard & Partner Dortmund

Dortmund

Dr. Stein

Mönchengladbach

MVZ Labor Münster

Münster

Medizinische Laboratorien Düsseldorf GbR

Düsseldorf

HDZ Bad Oeynhausen

Bad Oeynhausen

Materialien und Dokumente für Schulen

Zu Ihrer Unterstützung an den Schulen finden Sie die folgenden Dokumente zum Download: