Eine Frau blickt durch eine Glasscheibe in eine High-Tech-Produktionshalle.

Berufliche Orientierung

Junge Menschen zu be­fähigen, an gesell­schaf­tlichen Prozessen teil­zu­haben und sich eine eigene beruf­liche Existenz auf­bauen zu können, ist ein wichtiges Bildungs- und Erziehungs­ziel von Schule.

Eine früh­zeitige Orientierung über eigene Interessen und Neigungen sowie über Bildungs- und Ausbildungs­wege unterstützt dieses Ziel der All­ge­mein­bildung im Sinne einer in­di­vi­du­ellen Förderung. Die schulische Berufliche Orientierung an all­gemein­bildenden Schulen sowie die Über­gangs­an­gebote an Berufs­kollegs sind deshalb in Nordrhein-Westfalen für die Schul- und Unterrichts­entwicklung sowie für das Schul­profil wichtige Hand­lungs­felder.

Im Rahmen der Landes­initiative "Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf NRW" werden diese Hand­lungs­felder auf der Grund­lage guter Schul­praxis und be­stehender An­gebote weiter systematisiert und aus­gebaut. Mit der ver­bind­lichen Umsetzung wurde ab dem Schul­jahr 2012/13 schritt­weise an allen all­ge­mein­bildenden Schulen aller Schul­formen sowie an den Berufs­kollegs in Nordrhein-Westfalen begonnen. Seit dem Schuljahr 2016/2017 wird es an allen allgemeinbildenden Schulen des Landes verlässlich umgesetzt.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier.

 

Auch wenn der Schulabschluss bald bevorsteht – oft fehlt es an konkreten Vorstellungen zu Beruf und Studium. Wenn auch Sie unsicher sind, wie es für Sie weitergehen soll, helfen Ihnen diese verschiedenen Angebote der Studienberatung weiter. 

Informationen und Ansprechpartner*innen der Zentralen Studienberatungsstellen an den Universitäten und Fachhochschulen in NRW finden Sie unter www.zsb-in-nrw.de.

Umsetzung der Beruflichen Orientierung nach den Vorgaben der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“

Die Berufliche Orientierung nach den Vorgaben der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist weiterhin verpflichtend mit allen Standardelementen umzusetzen. Für die Umsetzung sind die weitreichenden eingeräumten Flexibilisierungsmöglichkeiten bis zum Ende des Schuljahres 2020/21 zu nutzen.

Alle Standardelemente gelten als Unterricht in anderer Form, mit denen die Schulen ihrer Aufgabe zur Beruflichen Orientierung in der Sekundarstufe I nach § 8 Absatz 3 APO-S I und in der Sekundarstufe II nach § 1 Absatz 2 der APO-GOSt (BASS 13-32 Nr. 3.1) bzw. § 1 Absatz 3 Nummer 1 der APO-BK (BASS 13-33 Nr. 1.1) nachkommen.

Im Fokus soll in den letzten Schulwochen die Übergangsgestaltung der Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Jahrgangsstufen stehen, die die Schule am Ende des Schuljahres verlassen werden.

Besonders für die Jugendlichen, die derzeit noch ohne Anschlussoption sind und/oder eine Ausbildungsstelle suchen, sind mit den Folgen der Corona-Epidemie für den Arbeitsmarkt viele Unsicherheiten für den Übergang und den möglichen Anschluss entstanden.

Diese Schülerinnen und Schüler müssen durch die Schule zusammen mit den Partnern in KAoA insbesondere der Berufsberatung der Agentur für Arbeit im Rahmen der organisatorischen und personellen Möglichkeiten beraten und betreut werden, um einen passgenauen Übergang zu realisieren. In diesem Zusammenhang gilt es insbesondere in den Blick zu nehmen, dass es noch sehr viele freie Ausbildungsstellen gibt.

Die Grundlage für die Umsetzung in Schule bildet die jeweils gültige Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) und für die Umsetzung außerhalb von Schule die jeweils gültige Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO).

Die Vorgaben für die Durchführung der Standardelemente in Schule sind je nach Unterrichtsszenarium bezogen auf die einzelnen Jahrgangsstufen in zwei Kategorien aufgeteilt.

Unterschieden wird in Vorgaben für den

  1. Distanzunterricht bezogen auf die einzelne Jahrgangsstufe (Inzidenz über 165)
  2. Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell bezogen auf die einzelne Jahrgangsstufe (Inzidenz unter 165).

Die folgenden Ausführungen beschränken sich auf Grund der sehr niedrigen Inzidenzwerte auf die Vorgaben für den Wechsel- und Präsenzunterricht und zeigen die Flexibilisierungsmöglichkeiten unter den jeweiligen Standardelementen auf.

Die Coronaschutzverordnung vom 26. Mai 2021 in der ab dem 9. Juni gültigen Fassung regelt im Hinblick auf das Infektionsgeschehen die erforderlichen Schutzmaßnahmen bei außerschulischen Angeboten in den Räumen eines Bildungsträgers bezogen auf drei Inzidenzstufen:

Stufe 3

7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 100 und 50,1

Stufe 2

7-Tage-Inzidenz stabil zwischen 50 und 35,1

Stufe 1

7-Tage-Inzidenz stabil unter 35

Die Durchführung in Präsenz ist im Freien ohne Begrenzung nach Personen oder Inhalten möglich.

Innen ist die Durchführung in Präsenz nur mit negativem Testergebnis erlaubt.

Die Durchführung in Präsenz mit negativem Testergebnis und ohne Mindestabstände ist möglich, sofern ein Sitzplan mit festen Sitzplätzen vorhanden ist.

Die Durchführung in Präsenz ist bei ausreichender Belüftung ohne Maske an einem festen Sitzplatz möglich.

 

Über die Regelungen der Coronaschutzverordnung hinaus gelten die Regelungen der Bundes-Notbremse (§ 28b IfSG) ab einem Inzidenzwert von 100.

Weitergehende Hinweise sind auf der Seite www.mags.nrw/coronavirus zu finden.

 

Testung

Die Testung unter Aufsicht in der Schule hat aktuelle eine Gültigkeit von 48 Stunden, sie ist gleichgesetzt mit der Bürgertestung (vgl. CoronaTestQuarantäneVO § 4a Schultestungen). Nur wenn eine schulische Testung mehr als 48 Stunden zurückliegt, muss am Tag der Durchführung eines Standardelements eine Testung vor einer trägergestützten Umsetzung durch die Schule durchgeführt werden.

Bei betrieblichen Angeboten wie Berufsfelderkundungen und Praktika muss vor dem Start der Durchführung mit dem jeweiligen Betrieb durch die Schülerin bzw. den Schüler geklärt werden, welche Teststrategie verfolgt wird. Die Teststrategie gilt dann auch für die Praktikantinnen und Praktikanten. Die Betriebe sind nicht verpflichtet Testmaterialien zu stellen, daher müssen ggf. durch die Schülerin bzw. den Schüler ein Bürgertest vor Beginn und während der Durchführung veranlasst werden.

Bei Problemstellungen unterstützen die regionalen Partner, insbesondere die für die jeweilige Kommune regional zuständigen Vertreterinnen und Vertreter der Schulaufsicht mit der Generale KAoA (im folgenden Schulaufsicht genannt), die Koordinatorinnen und Koordinatoren für KAoA in der Bezirksregierung und in den Schulämtern, die Kommunalen Koordinierungsstellen und im Rahmen von KAoA-STAR die Koordinierungsstellen KAoA-STAR der Landschaftsverbände.

Eine Woche „Berufliche Orientierung extra“ in den Sommerferien

Das Angebot der KAoA-Ferienkurse wird auch in den Sommerferien fortgeführt. Die Umsetzung in den einzelnen Gebietskörperschaften hängt von den Kapazitäten ab, die die jeweiligen Bildungsträger zur Verfügung stellen können.

Während der einwöchigen Kurse können Schülerinnen und Schüler der jetzigen Jahrgangsstufen 8, 9 und 10 praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern erwerben. Die Schülerinnen und Schüler, die im nächsten Schuljahr im Abschlussjahrgang sind, können sich in speziellen Kursen mit dem Thema „Gestalte deinen Übergang“ auseinandersetzen, dabei werden Praxisansichten vertieft.

Die Dauer eines Ferienkurses beträgt 5 Tage mit insgesamt mindestens 35 Zeitstunden und einer täglichen Durchführungsdauer von mindestens 7 Zeitstunden inklusive Pausen nach JArbSchG. Maximal 15 Jugendliche können pro Ferienkurs teilnehmen. Die tatsächlichen Gruppengrößen werden von den durchführenden Bildungsträgern festgelegt. Pro Schülerin bzw. Schüler können bis zu zwei Kurse in den Sommerferien gebucht werden.

Die jeweilige thematische Ausgestaltung der Ferienkurse wird den Schulen gemeinsam mit den Anmeldeformalitäten zeitnah bekannt gegeben.

Die Kurse finden in außerschulischen, beruflichen Ausbildungs- und Lehrwerkstätten statt und werden von erfahrenen Trägern der Berufsbildung und Beruflichen Orientierung ausgeführt. Sie unterliegen daher nicht der Coronabetreuungsverordnung, sondern der Coronaschutzverordnung.

Die Ferienkurse sind ein zusätzliches, freiwilliges Angebot. Sie sind kein schulisches unterrichtliches Angebot und unterliegen damit nicht dem Versicherungsschutz der Schule. Die Jugendliche sind während der Kurszeiten über die berufsgenossenschaftliche Versicherung der Träger versichert. Dies gilt nicht für die Wege der An- und Abreise zu den entsprechenden Kursen/Trägern. Hier unterliegen die Jugendlichen ausschließlich ihren privaten Versicherungsbestimmungen

Bei der Durchführung sind die jeweiligen Hygiene- und Abstandsbestimmungen der gültigen Fassung der CoronaSchVO zu beachten.

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Auch in den Herbstferien soll mit den Ferienkursen ein zusätzliches, freiwilliges Angebot geschaffen werden.

Aktivitäten von außerschulischen Partnern

Aktivitäten außerschulischer Partner mit Schulen sind weiterhin zulässig. Maßgeblich ist, ob es sich um ein Kooperationsangebot in der Gesamtverantwortung der Schule handelt und die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) eine Betätigung der außerschulischen Partner nicht verbietet.

Diese Angebote sind als schulische Nutzung im Sinne des § 1 Absatz 2 der Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) zulässig. Sie dürfen – soweit erforderlich und sinnvoll – auch außerhalb des Schulgebäudes, etwa in Räumlichkeiten der außerschulischen Partner, stattfinden. In diesen Fällen gelten die Vorgaben zum Infektionsschutz nach den jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO).

Das in der CoronaBetrVO angeordnete Betretungsverbot nach §1 Absatz 1 richtet sich nicht an die Personen, die im Rahmen der unterrichtlichen Nutzung das Schulgebäude betreten. Daher ist weiterhin die Kooperation mit außerschulischen Partnern, z. B. der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, den Bildungsträgern, dem Integrationsfachdienst (IFD) und der Berufseinstiegsbegleitung zur Umsetzung der Standardelemente im Schulgebäude möglich.

Allerdings können sich Einschränkungen auf Seiten der Partner durch deren interne Vorgaben oder durch die CoronaSchVO ergeben.

 

Beratungs- und Berufsorientierungsangebot der Bundesagentur für Arbeit (SBO 2.1 und SBO 2.3)

Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell

Aktivitäten an Schulen sind möglich, soweit sie laut der jeweils gültigen CoronaBetrVO und CoronaSchVO erlaubt sind, ein Hygiene- und Sicherheitskonzept vorliegt und die Beraterinnen und Berater der örtlichen Arbeitsagentur dazu bereit sind.

Entscheidend ist immer die bilaterale Abstimmung vor Ort zwischen Schule und der örtlichen Agentur für Arbeit, um über die Art und den Umfang der Berufsberatung zu entscheiden. Das bedeutet, dass neben der Präsenz vor Ort an Schule auch alternative Möglichkeiten, wie beispielsweise telefonische Beratung oder Videoberatung zur Berufsberatung der Schülerinnen und Schüler angeboten werden können. Beratungstermine in telefonischer Form, Videoform sowie ggf. persönlicher Präsenz in den Räumen der Agentur für Arbeit können auch weiterhin über die Rufnummer 0800/4 5555 00 (gebührenfrei) vereinbart werden. Zusätzlich ist auch eine Terminvereinbarung online über die Homepage www.arbeitsagentur.de und dort über die Punkte „Schule, Ausbildung, Studium“ + „Kontaktiere uns direkt“ möglich.

Die den Prozess der systematischen Beruflichen Orientierung unterstützenden Maßnahmen der vertieften Berufsorientierung nach § 48 Drittes Sozialgesetzbuch (SGB III) der Bundesagentur für Arbeit und der Ko-Finanzierenden können in den einzelnen Jahrgangsstufen fortgesetzt werden.

 

Berufseinstiegsbegleitung (SBO 10.4)

Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell

Die Arbeit der Berufseinstiegsbegleitung soll unter Berücksichtigung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregelungen in den Schulen durchgeführt werden.

Darüber hinaus kann die Kontaktaufnahme in alternativer Form telefonisch oder elektronisch und am Arbeitsplatz der Berufseinstiegsbegleitung in den Räumen des Bildungsträgers erfolgen. 

Standardelemente in der Sekundarstufe I

Elterninformationsveranstaltungen (SBO 2.5)

Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell

Elternveranstaltungen können durchgeführt werden, wenn die Coronaschutzverordnung und Coronabetreuungsverordnung dies zulassen, Die aktuellen Regelungen für Versammlungen und Veranstaltungen der Coronaschutzverordnung sind einzuhalten.

Als Ersatz für Elterninformationsveranstaltungen können die Informationen an Eltern auch digital oder postalisch weitergegeben werden.

Für Schulveranstaltungen unter Beteiligung außerschulischer Personen (Elternabende, Zeugnisübergaben, Tage der offenen Tür, Schulfeste) gilt Absatz 3 Satz 1 der Coronabetreuungsverordnung entsprechend. Im Übrigen sind sie nur nach Maßgabe der veranstaltungsbezogenen besonderen Regelungen der Coronaschutzverordnung zulässig, soweit das Ministerium für Schule und Bildung keine weiteren Einschränkungen erlässt.

 

Potenzialanalyse – 1-tägig (SBO 4.1)

Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell

Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 erhalten eine Potenzialanalyse (PA) inklusive eines individuellen Auswertungsgespräches in Präsenz. Dabei sind die jeweils gültigen Hygieneregelungen einzuhalten.

Auch wenn beim Träger aufgrund der Inzidenzwerte die Maskenpflicht und/oder die Testpflicht nach CoronaSchVO entfällt, müssen auch bei außerschulischen Durchführungsorten die Testungsintervalle durch die Schule und die Maskenpflicht eingehalten werden.

Da regelmäßig eine Anpassung der Hygiene- und Abstandsgebote an die aktuelle Pandemielage erfolgt, muss im Vorfeld der Potenzialanalyse eine Absprache zwischen Schule und Bildungsträger erfolgen.

Den Schulen und Trägern werden verschiedene Flexibilisierungsmöglichkeiten aufgezeigt, die auch größtenteils bei der aktuellen niedrigen Inzidenzlage aufrechterhalten werden sollen, um eine Durchführung aller ausstehenden Potenzialanalysen bis zu den Sommerferien noch zu ermöglichen, wobei alle Flexibilisierungen im Einvernehmen zwischen Schule und Träger geschlossen werden müssen.

Die Durchführung der Potenzialanalyse bis zu den Sommerferien hat Vorrang vor allen anderen trägergestützten Standardelementen.

 

Flexibilisierungsmöglichkeiten:

  • Verlegung des Durchführungszeitpunktes im Zeitraum bis zu den Sommerferien.
  • Die Träger können die PA-Verfahren anpassen:
  • im Zweischicht-Modell in Präsenz (Reduzierung der Dauer auf vier Zeitstunden)
  • in Präsenz mit angepassten Aufgaben
  • in Blended Learning Formaten (in Präsenz und digital)
  • Die Durchführung kann nach Zustimmung des Trägers in den Räumen der Schule stattfinden.
  • Es können auch Lösungen auf Initiative des Trägers gefunden werden, in denen ein Teil der Schülerinnen und Schüler in den Räumlichkeiten beim Bildungsträger ist und der andere Teil in der Schule, um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern an einem Tag die Potenzialanalyse zu ermöglichen.

Das Auswertungsgespräch ist als zentraler Bestandteil der Potenzialanalyse auch im Rahmen der aktuell gültigen Einschränkungen im öffentlichen Leben zur Eindämmung der Corona-Pandemie durchzuführen.

Im Hinblick auf die mit den Einschränkungen einhergehenden Herausforderungen haben die Träger in Absprache mit den Schulen folgende Flexibilisierungsmöglichkeiten:

  • Die Auswertungsgespräche können in die Räumlichkeiten des Trägers verlegt werden. Die Uhrzeiten der Auswertungsgespräche sind weiterhin in Abstimmung mit den Schulleitungen an den Teilnahmemöglichkeiten der Zielgruppe insbesondere der Eltern auszurichten. Die Einladung der Eltern obliegt unverändert den Schulen.
  • Eine Verschiebung der Auswertungsgespräche auf einen späteren Zeitpunkt kann durch den Träger bei der LGH beantragt werden.

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Alle Potenzialanalysen in den 8. Jahrgangsstufe werden im Schuljahr 2021/22 wieder nach den regulären Vorgaben durchgeführt, wenn dies die jeweils gültige CoronaSchVO zulässt.

 

Potenzialanalyse – 2-tägig (SBO 4.2) an den Förderschulen Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung

Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell

Die bei der eintägigen Potenzialanalyse aufgeführten Vorgaben gelten bei der 2-tägigen Potenzialanalyse entsprechend übertragen auf die beiden Durchführungstage.

Die Durchführung der Potenzialanalyse bis zu den Sommerferien hat Vorrang vor allen anderen trägergestützten Standardelementen.

Sollte die Umsetzung der 2-tägigen Potenzialanalyse an den Förderschulen Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung insgesamt für die jeweilige Klasse bzw. Jahrgangsstufe bis zum Ende des Schuljahres 2020/21 nicht möglich sein, kann einmalig eine Ausweitung des Umsetzungszeitraums bei der LGH bis zu den Herbstferien beantragt werden (sowohl in Präsenzform als auch in alternativer Form – je nach Stand der dann gültigen CoronaSchVO). Hierbei sind die entsprechenden Hinweise zum jeweils gültigen Umsetzungszeitraum der LGH zu beachten.

 

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Alle Potenzialanalysen in den 8. Jahrgangsstufe werden im Schuljahr 2021/22 wieder nach den regulären Vorgaben durchgeführt, wenn dies die jeweils gültige CoronaSchVO zulässt.

Sollte die Umsetzung der 2-tägigen Potenzialanalyse an den Förderschulen Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung in alternativer Form insgesamt für die jeweilige Klasse bzw. Jahrgangsstufe bis zum Ende des Schuljahres 2020/21 nicht möglich sein, kann einmalig eine Ausweitung des Umsetzungszeitraums bei der LGH bis zu den Herbstferien beantragt werden (sowohl in Präsenzform als auch in alternativer Form – je nach Stand der dann gültigen CoronaSchVO). Hierbei sind die entsprechenden Hinweise zum jeweils gültigen Umsetzungszeitraum der LGH zu beachten.

Praxisphasen in der Sekundarstufe I und II

Die Durchführungsdauer bei Standardelementen der Praxisphasen (Berufsfelderkundungen, Praxiskurse, Schülerbetriebspraktika, Praxiselemente Sek II) kann im Schuljahr 2020/21 verkürzt werden und weitere organisatorische Anpassungen können erfolgen.

Alle Flexibilisierungsmöglichkeiten zu den betrieblichen und trägergestützten Standardelementen werden unter den einzelnen Standardelementen aufgeführt.

Innerhalb dieses flexiblen Gestaltungsspielraums, der als Rahmen gesetzt ist, um die regional sehr heterogene Lage adäquat zu berücksichtigen – sollen die Schulen vor Ort die Praxisphasen eigenverantwortlich planen und umsetzen.

 

Praxisphasen im Ausland (SBO 5, SBO 6 und SBO 9)

Betriebspraktika im Ausland leisten einen besonderen Beitrag zu einem tieferen Verständnis des Gastlandes und seiner Menschen, zu einer Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse und zur Entwicklung berufsbezogene Kompetenzen. Sie sind damit ein wichtiger Baustein in der Beruflichen Orientierung und sollen daher auch in Pandemiezeiten ermöglicht werden.

Auslandspraktika müssen durch die Bezirksregierung genehmigt werden (vgl. BASS 12-21 Nr. 1 Erlass zur Beruflichen Orientierung, Absatz 6). Die aktuell gültige Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) und insbesondere die Corona-Einreiseverordnung (CoronaEinrVO) sind einzuhalten. Die Bestimmungen der Nachbarstaaten sind zu beachten. Ein Auslandspraktikum in durch das RKI benannten Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten ist ausgeschlossen.

 

Berufsfelderkundungen (SBO 5.1)

Betriebliche Berufsfelderkundungen im Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell

Sofern Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell stattfindet, sollen betriebliche Berufsfelderkundungen (BFE) in entsprechenden Jahrgängen durchgeführt werden.

Folgende Flexibilisierungsmöglichkeiten bestehen für die betrieblichen Berufsfelderkundungen auch weiterhin trotz niedriger Inzidenzwerte, um so viele Berufsfelderkundungen betrieblich noch in diesem Schuljahr umsetzten zu können.

  • Verkürzung der betrieblichen Durchführung auf ein oder zwei Tage
  • Verlegung auf einen anderen Zeitraum im Schuljahr 2020/21 (Alle betrieblichen Berufsfelderkundungen, die ins Schuljahr 2021/22 verschoben werden, müssen dann im Schuljahr 2021/22 wieder nach den regulären Vorgaben durchgeführt werden)
  • Verlegung der betrieblichen BFE in die Jahrgangsstufe 9 im Schuljahr 2021/22
  • In Ausnahmefällen kann bei einer Verschiebung der Durchführung der Potenzialanalyse auf den Zeitraum nach den Osterferien einmalig in diesem Schuljahr 2020/2021 die Reihenfolge der beiden Standardelemente Potenzialanalyse und BFE für eine Klasse oder für die gesamte Jahrgangsstufe getauscht werden.

 

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Alle durchzuführenden betrieblichen Berufsfelderkundungen in der 8. und 9.Jahrgangsstufe werden im Schuljahr 2021/22 wieder nach den regulären Vorgaben durchgeführt, wenn dies die jeweils gültige CoronaSchVO zulässt.

Trägergestützte Berufsfelderkundungen im Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell

An den trägergestützten Berufsfelderkundungen als unterrichtliche Gruppenveranstaltung, die außerschulisch in den Räumen eines Bildungsträgers durchgeführt werden, können bei Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) auch Jugendliche verschiedener Schulen aus unterschiedlichen Klassen und Jahrgangsstufen gemeinsam teilnehmen. Die Rückverfolgbarkeit muss gewährleitest sein und zwischen Schule und außerschulischem Träger abgestimmt sein. Die entsprechende Dokumentation muss durch den außerschulischen Träger vorgenommen werden.

Auch wenn beim Träger aufgrund der Inzidenzwerte die Maskenpflicht und/oder die Testpflicht entfällt, müssen auch bei außerschulischen Durchführungsorten die Testungsintervalle durch die Schule und die Maskenpflicht eingehalten werden.

Da regelmäßig eine Anpassung der Hygiene- und Abstandsgebote an die aktuelle Pandemielage erfolgt, muss im Vorfeld der Berufsfelderkundungen eine Absprache zwischen Schule und Bildungsträger erfolgen.

Bei der Durchführung der trägergestützten Berufsfelderkundungen bestehen folgende Flexibilisierungsmöglichkeiten:

  • Öffnung und Ausweitung der trägergestützten BFE auf alle Schulformen
  • Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 erhalten im Schuljahr 2020/21 ein Angebot für eine eintägige trägergestützte Berufsfelderkundung (BFE1). Schulen, die die betriebliche BFE schon vor Corona in die Jahrgangsstufe 9 verlegt haben, können mit diesem Jahrgang an dem einmaligen eintägigen trägergestützten Angebot teilnehmen.
  • Die Möglichkeit der Durchführung von trägergestützten BFE in Präsenz in den Räumen der Bildungsträger ist abhängig von der jeweils gültigen CoronaSchVO. Bei einem Inzidenzwert von unter 100 ist eine Durchführung möglich.
  • Bei dem geplanten trägergestützten Angebot für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 handelt es sich um BFE1-Kurse im eintägigen Regelformat (mit mindestens 7 Zeitstunden inklusive Pausen nach JArbSchG). Eine zeitlich davon abweichende Umsetzung ist möglich, aber lediglich nur dann, wenn schulseitig nachgefragte Kurskapazitäten in der Kommune nur durch einen anteiligen oder vollständigen 2-Schichtbetrieb des BFE1-Angebots bei den durchführenden Träger bis zu den Sommerferien bereitgestellt werden können. Ein ggf. notwendiger BFE1-Zweischichtbetrieb ist durch die Kommunale Koordinierungsstelle - unter Angabe der Gründe, des erforderlichen Umfangs und der dafür vorgesehenen Träger - bei der LGH anzumelden.
  • In Ausnahmefällen kann bei einer Verschiebung der Durchführung der Potenzialanalyse auf den Zeitraum nach den Osterferien einmalig in diesem Schuljahr 2020/2021 die Reihenfolge der beiden Standardelemente Potenzialanalyse und BFE für eine Klasse oder für die gesamte Jahrgangsstufe getauscht werden.
  • Für Förderschulen und Schulen mit Hauptschulbildungsgängen wird die Möglichkeit zur Teilnahme an 3-tägigen trägergestützten Berufsfelderkundungen (BFE3) eröffnet. Diese treten an die Stelle der BFE1. Im Hinblick auf die knappen Kapazitäten der Träger und die vorhandenen Umsetzungsmöglichkeiten bis Ende des Schuljahres 2020/2021 gilt dieses Angebot für Förderschulen und Schulen mit Hauptschulbildungsgängen bis zum 31.12.2021. Damit kann im Schuljahr 2021/22 im vorgegebenen Zeitraum mit der Jahrgangsstufe 9 der Förderschulen und Schulen mit Hauptschulbildungsgängen eine BFE3 nachgeholt werden. Auch einzelne Schülerinnen und Schülern aus dem Gemeinsamen Lernen können an dem dreitägigen Angebot teilnehmen.
  • Da die Bildungsträger ggf. die vorgesehenen Gruppengrößen reduzieren müssen und um die BFE der diesjährigen 8. Jahrgangsstufe soweit wie möglich umzusetzen, können die Bildungsträger - zeitlich befristet bis zum 31.12.2021 (im Zeitraum ab dem Ende der Sommerferien nur für die dann nachzuholenden Durchführungen der dann in der 9. Jahrgangsstufe befindlichen Schülerinnen und Schüler) - in Abstimmung mit den Schulen neben der regulären Umsetzung auch zwei weitere Modelle als zeitlich verkürzte Formate zur Umsetzung der dreitägigen Berufsfelderkundungen an Förderschulen und Schulen mit Hauptschulbildungsgängen anbieten:

a) 2 - Tages - Modell: Die Umsetzung erfolgt in zwei statt drei Tagen bei einer täglichen Dauer von mindestens 7 Stunden (inklusive Pausen nach JArbSchG). Die Inhalte der BFE-Tage/ des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren

b) 2 - Schicht - Modell: Eine Gruppe wird in 2 Teil-Gruppen geteilt. Jede Teil-Gruppe kommt an den 3 Tagen für jeweils 4 Stunden reine Werkstattzeit zum Bildungsträger. Die Inhalte des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren. Die eine Gruppe kommt vormittags, die andere Gruppe nachmittags. Die Zeiten werden so gelegt, dass sich die Gruppen nicht begegnen.

 

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Das Nachholen von ausgefallenen trägergestützten Berufsfelderkundungen aus dem Schuljahr 2020/21 kann bis zum 31.12.2021 erflogen, wenn die Kapazitäten der Bildungsträger dies zulassen. Für alle Schulformen findet dies in eintägiger Form statt, nur Hauptschulen und Förderschulen LE/ESE können die trägergestützten Berufsfelderkundungen auch in dreitägiger Form durchführen. Um eine größtmögliche Umsetzung zu erzielen, werden die Flexibilisierungsmöglichkeiten für das Nachholen beibehalten.

Alle regulär durchzuführenden trägergestützten Berufsfelderkundungen in der 8. Jahrgangsstufe des kommenden Schuljahr 2021/22 werden wieder nach den regulären Vorgaben durchgeführt, wenn dies die jeweils gültige CoronaSchVO zulässt. Eine Durchführung kann erst nachrangig nach der Durchführung der Potenzialanalyse mit Start des 2. Halbjahres beim jeweiligen Bildungsträger beginnen.

 

Praxiskurse (SBO 6.4)

Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell

An den trägergestützten Praxiskursen als unterrichtliche Gruppenveranstaltung, die außerschulisch in den Räumen eines Bildungsträgers durchgeführt werden, können bei Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) auch Jugendliche verschiedener Schulen aus unterschiedlichen Klassen und Jahrgangsstufen gemeinsam teilnehmen. Die Rückverfolgbarkeit muss gewährleitest sein und zwischen Schule und außerschulischem Träger abgestimmt sein. Die entsprechende Dokumentation muss durch den außerschulischen Träger vorgenommen werden.

Auch wenn beim Träger aufgrund der Inzidenzwerte die Maskenpflicht und/oder die Testpflicht entfällt, müssen auch bei außerschulischen Durchführungsorten die Testungsintervalle durch die Schule und die Maskenpflicht eingehalten werden.

Da regelmäßig eine Anpassung der Hygiene- und Abstandsgebote an die aktuelle Pandemielage erfolgt, muss im Vorfeld eine Absprache zwischen Schule und Bildungsträger erfolgen.

Bei der Durchführung der trägergestützten Praxiskurse bestehen folgende Flexibilisierungsmöglichkeiten:

Den Bildungsträgern wird ermöglicht, wenn dies die jeweils gültige CoronaSchVO zulässt, Praxiskurse unter Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen CoronaSchVO umzusetzen. Da die Bildungsträger ggf. die vorgesehenen Gruppengrößen reduzieren müssen, können die Bildungsträger - zeitlich befristet im Schuljahr 2020/21 - in Abstimmung mit den Schulen neben der regulären Umsetzung des dreitägigen Praxiskurses auch zwei weitere Modelle als zeitlich verkürzte Formate zur Umsetzung anbieten:

a) 2 - Tages - Modell: Die Umsetzung des Praxiskurses erfolgt in zwei statt drei Tagen bei einer täglichen Dauer von mindestens 7 Stunden (inklusive Pausen nach JArbSchG). Die Inhalte der BFE-Tage/ des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren

b) 2 - Schicht - Modell: Eine Gruppe wird in 2 Teil-Gruppen geteilt. Jede Teil-Gruppe kommt an den 3 Tagen für jeweils 4 Stunden reine Werkstattzeit zum Bildungsträger. Die Inhalte des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren. Die eine Gruppe kommt vormittags, die andere Gruppe nachmittags. Die Zeiten werden so gelegt, dass sich die Gruppen nicht begegnen.

Für geplante Praxiskurse der Jahrgangsstufe 9, die bis Ende des Schuljahres 2020/21 nicht umsetzbar sind, wird eine Nachholung im Schuljahr 2021/22 bis zum 31.12.2021 gestattet.

 

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Das Nachholen von ausgefallenen trägergestützten Praxiskursen aus dem Schuljahr 2020/21 kann bis zum 31.12.2021 erfolgen, wenn die Kapazitäten der Träger dies zulassen. Um eine größtmögliche Umsetzung zu erzielen, werden die Flexibilisierungsmöglichkeiten für das Nachholen beibehalten.

Alle regulär durchzuführenden trägergestützten Praxiskurse in der 9. und 10 Jahrgangsstufe des kommenden Schuljahr 2021/22 werden wieder nach den allgemeinen Vorgaben des Standardelements durchgeführt, wenn dies die jeweils gültige CoronaSchVO zulässt. Eine Durchführung kann erst nachrangig nach der Durchführung der Potenzialanalyse beginnen.

 

Schülerbetriebspraktika in der Sek. I (SBO 6.1), Langzeitpraktikum (SBO 6.5) und Praxiselemente in der Sek. II (SBO 9.1)

Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell

Schülerbetriebspraktika, Langzeitpraktika und Praxiselemente in der Sek. II sollen in den entsprechenden Jahrgangsstufen wieder in Präsenz durchgeführt werden.

Für die Durchführung werden umfangreiche Flexibilisierungsmöglichkeiten eröffnet, um angepasste und/oder alternative Umsetzungsformate zu realisieren:

  • Mögliche Verkürzung des Praktikums an Schulen der Sek I von 2 Wochen auf mindestens 5 Tage
  • Mögliche Verkürzung des Praktikums an Gesamtschulen und Gymnasien in der Sek. I und Sek. II zusammen von 3 Wochen auf mindestens 5 Tage
  • Verschiebung des Praktikums innerhalb des laufenden Schuljahres 2020/21 auf einen späteren Durchführungszeitraum in Absprache mit der Generale KAoA der unteren Schulaufsicht in der jeweiligen Kommune, um Überschneidungen von Praktikumszeiten mehrerer Schulen zu vermeiden
  • Verschiebung des Praktikums in das kommende Schuljahr 2021/22, sofern gewährleistet werden kann, dass für alle Schülerinnen und Schüler mindestens ein einwöchiges Praktikum insgesamt in der Sekundarstufe I oder II durchgeführt wird (z.B. Praktikum der 9. Jahrgangstufe in die 10. Jahrgangsstufe/EF) in Absprache mit der Generale KAoA der unteren Schulaufsicht
  • Falls Schülerinnen und Schüler wegen der Krisensituation keinen Platz für die Praxisphasen finden, schafft die Schule ein Angebot zur Beruflichen Orientierung, das eine intensive Auseinandersetzung mit dem gewählten Praktikumsberuf ermöglicht. Dabei können auch digitale Angebote und Formate eingesetzt werden. Eine Fortführung des Regelunterrichts ist auszuschließen.

Der Kontakt zu den Betrieben sollte frühzeitig hergestellt werden, um zu klären, ob das Praktikum stattfinden kann.

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Die Betriebspraktika und die Praxiselemente in der Sek. II werden wieder nach den allgemeinen Vorgaben der Standardelemente durchgeführt.

Auch bei verschobenen Praktika in der Sekundarstufe I sollte der zeitliche Rahmen von zwei Wochen wieder versucht werden in die Planung des Schuljahres zu integrieren.

KAoA-STAR Standardelemente im Präsenz- oder Wechselunterricht

Neben der Durchführung nach regulären Vorgaben, besteht die Möglichkeit, unter Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) bzw. Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO), die KAoA-STAR-Standardelemente in anderer Form umzusetzen. Über die Umsetzung verständigen sich Bildungsträger bzw. Integrationsfachdienst (IFD) und Schule unter Einhaltung der folgenden alternativen Umsetzungsmöglichkeiten. Wenn eine alternative Umsetzungsform zum Tragen kommt, informiert der zuständige IFD vorab die jeweilige Koordinierungsstelle des LVR oder LWL. Die Umsetzung ist abhängig von der Zustimmung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

Diese alternativen Umsetzungsmöglichkeiten sind zeitlich in der Regel bis zum 31.12.2021 begrenzt.

Die Ziele und Inhalte der KAoA-STAR - Standardelemente bleiben erhalten, wie im KAoA-Handbuch aufgeführt.

In Ausnahmefällen kann bis zum 31.12.2021 von der Reihenfolge der KAoA-STAR-Standardelemente abgewichen werden.

An den trägergestützten und durch den IFD durchgeführten Standardelementen als unterrichtliche Gruppenveranstaltung, die außerschulisch in den Räumen eines Bildungsträgers durchgeführt werden, können bei Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) auch Jugendliche verschiedener Schulen aus unterschiedlichen Klassen und Jahrgangsstufen gemeinsam teilnehmen. Die Rückverfolgbarkeit muss gewährleitest sein und zwischen Schule und außerschulischem Träger abgestimmt sein. Die entsprechende Dokumentation muss durch den außerschulischen Träger vorgenommen werden.

Auch wenn beim Träger aufgrund der Inzidenzwerte die Maskenpflicht und/oder die Testpflicht entfällt, müssen auch bei außerschulischen Durchführungsorten die Testungsintervalle durch die Schule und die Maskenpflicht eingehalten werden.

Da regelmäßig eine Anpassung der Hygiene- und Abstandsgebote an die aktuelle Pandemielage erfolgt, muss im Vorfeld der Berufsfelderkundungen eine Absprache zwischen IFD, Schule und Bildungsträger erfolgen.

 

Testung

Die Testung unter Aufsicht in der Schule hat aktuelle eine Gültigkeit von 48 Stunden, sie ist gleichgesetzt mit der Bürgertestung (vgl. CoronaTestQuarantäneVO § 4a Schultestungen). Nur wenn eine schulische Testung mehr als 48 Stunden zurückliegt, muss am Tag der Durchführung eines Standardelements eine Testung vor einer trägergestützten Umsetzung durch die Schule durchgeführt werden.

Bei betrieblichen Angeboten wie Berufsfelderkundungen und Praktika muss vor dem Start der Durchführung mit dem jeweiligen Betrieb durch die Schülerin bzw. den Schüler geklärt werden, welche Teststrategie verfolgt wird. Die Teststrategie gilt dann auch für die Praktikantinnen und Praktikanten. Die Betriebe sind nicht verpflichtet Testmaterialien zu stellen, daher müssen ggf. durch die Schülerin bzw. den Schüler ein Bürgertest vor Beginn und während der Durchführung veranlasst werden.

 

STAR - Berufswegekonferenzen (SBO 2.4)

Neben der Durchführung in der Schule kann die STAR - Berufswegekonferenz alternativ auch in den Räumen des IFD stattfinden.

Die STAR - Berufswegekonferenzen unter Beteiligung des IFD und von Eltern und ggf. Berufsberatung der Agentur für Arbeit können auch, wenn die technischen Voraussetzungen vorliegen, per Videokonferenz oder telefonisch durchgeführt werden.

 

STAR - Einbindung von Eltern (SBO 2.6)

STAR - Elternveranstaltungen können durchgeführt werden, wenn die Coronaschutzverordnung und Coronabetreuungsverordnung dies zulassen, Die aktuellen Regelungen für Versammlungen und Veranstaltungen der Coronaschutzverordnung sind einzuhalten.

Als Ersatz für Elterninformationsveranstaltungen können die Informationen an Eltern auch digital oder postalisch weitergegeben werden.

Für Schulveranstaltungen unter Beteiligung außerschulischer Personen (Elternabende, Zeugnisübergaben, Tage der offenen Tür, Schulfeste) gilt Absatz 3 Satz 1 der Coronabetreuungsverordnung entsprechend. Im Übrigen sind sie nur nach Maßgabe der veranstaltungsbezogenen besonderen Regelungen der Coronaschutzverordnung zulässig, soweit das Ministerium für Schule und Bildung keine weiteren Einschränkungen erlässt.

 

STAR - Potenzialanalyse für die Förderschwerpunkte Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sprache – 2-tägig (SBO 4.3)

Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 und der Berufspraxisstufe an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung erhalten eine 2-tägige Potenzialanalyse inklusive eines individuellen Auswertungsgespräches. Entweder in Präsenz, wenn dies die jeweils gültige CoronaSchVO zulässt oder als digitales Angebot. Dabei sind die jeweils geltenden Hygieneregeln einzuhalten. Es wird voraussichtlich zu inhaltlichen, zeitlichen und organisatorischen Anpassungen aufgrund von Hygiene- und Abstandsgeboten kommen.

Auch wenn beim Träger aufgrund der Inzidenzwerte die Maskenpflicht und/oder die Testpflicht entfällt, müssen auch bei außerschulischen Durchführungsorten die Testungsintervalle durch die Schule und die Maskenpflicht eingehalten werden.

Da regelmäßig eine Anpassung der Hygiene- und Abstandsgebote an die aktuelle Pandemielage erfolgt, muss im Vorfeld der STAR-Potenzialanalyse eine Absprache zwischen Schule und Bildungsträger erfolgen.

Den Schulen und Trägern werden verschiedene Flexibilisierungsmöglichkeiten aufgezeigt, die auch größtenteils bei der aktuellen niedrigen Inzidenzlage aufrechterhalten werden sollen, um eine Durchführung eines Großteils der ausstehenden STAR-Potenzialanalysen bis zu den Sommerferien noch zu ermöglichen.

Die Durchführung der STAR-Potenzialanalyse bis zu den Sommerferien hat Vorrang vor allen anderen trägergestützten Standardelementen.

In Abstimmung mit den Schulen können Träger bzw. IFD neben der regulären Umsetzung der STAR-Potenzialanalyse auch folgende weitere Modelle als zeitlich verkürzte Formate zur Umsetzung anbieten:

  • im Zweischicht-Modell in Präsenz, eine Gruppe wird in zwei Teilgruppen geteilt und kommt im Schichtbetrieb jeweils vier Stunden an den zwei Durchführungstagen
  • in Blended Learning Formaten (Präsenz und digital)

Die Art der alternativen Umsetzung der STAR-Potenzialanalyse kann inhaltlich und zeitlich variieren, die Mindestdauer der Durchführung des Potenzialanalyse-Verfahrens beträgt jedoch einen Schultag.

Da noch nicht in allen Kommunen Bildungsträger für die Durchführung der STAR-Potenzialanalyse gefunden wurden, kann in den Kommunen ohne Bildungsträger übergangsweise die STAR-Potenzialanalyse durch den IFD durchgeführt werden. Der IFD kann die Durchführung auf einen Schultag reduzieren, die tatsächliche Durchführungsdauer des Potenzialanalyse-Verfahrens beträgt mindestens 4 Stunden.

Schülerinnen und Schüler im Gemeinsamen Lernen, die in Regionen ohne Träger der STAR-Potenzialanalyse an der eintägigen Potenzialanalyse im Klassenverband der Regelklasse teilnehmen, bleiben, solange eine Einwilligung der Eltern vorliegt, KAoA-STAR-Schülerinnen und Schüler. Daher können die Schülerinnen und Schüler im Auswertungsgespräch vom IFD begleitet werden.

Des Weiteren besteht folgende alternative Umsetzungsmöglichkeit sowohl für den Träger als auch für den IFD:

  • Die Durchführung kann auch in den Räumen des IFD stattfinden

Im Hinblick auf das Auswertungsgespräch gibt es folgende alternative Umsetzungsmöglichkeiten:

  • Die Auswertungsgespräche können in die Räumlichkeiten des Trägers oder des IFD verlegt werden. Die Uhrzeiten der Auswertungsgespräche sind weiterhin in Abstimmung mit den Schulen an den Teilnahmemöglichkeiten der Zielgruppe insbesondere der Eltern auszurichten. Die Einladung der Eltern obliegt unverändert den Schulen

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Eine einmalige Ausweitung des Umsetzungszeitraums der STAR - Potenzialanalyse des Schuljahres 2020/21 (inkl. der Auswertungsgespräche) bis zum 31.12.2021 ist erlaubt (sowohl in Präsenzform als auch digital – je nach Stand der dann gültigen Coronaschutzverordnung). Das Nachholen von noch nicht im Schuljahr 2020/21 durchgeführten Potenzialanalysen soll zuerst erfolgen.

Um die hohe Anzahl der noch ausstehenden STAR-Potenzialanalysen bewältigen zu können, bleiben die Ausnahmeregelungen für nachzuholende STAR – Potenzialanalyse bis zum 31.12.2021 bestehen.

Alle in der 8.Jahrgangsstufe bzw. in der Berufspraxisstufe des Schuljahres 2021/22 neu anstehenden STAR – Potenzialanalysen werden wieder nach den regulären Vorgaben durchgeführt, wenn dies die jeweils gültige CoronaSchVO zulässt.

Die STAR-Potenzialanalyse ist vorrangig vor allen anderen STAR-Standardelementen durchzuführen.

 

Betriebliche STAR - Berufsfelderkundungen (SBO 5.2)

Wenn in einer Region betriebliche STAR-Berufsfelderkundungen auf Grund der Pandemielage nur eingeschränkt bzw. nicht möglich sind, können für die betroffenen Schülerinnen und Schüler unter Anleitung des IFD Berufsfelder vorgestellt und ggf. einfache Arbeitsproben erstellt werden.

  • Der IFD bereitet Berufsfelder auf im 1:1 Format oder in Kleinstgruppen mit gleichen Berufsfeldwünschen. Dies kann digital in der Schule oder in Räumlichkeiten des IFD erfolgen. Der zeitliche Rahmen für ein Berufsfeld beträgt drei Stunden.

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Alle durchzuführenden betrieblichen STAR - Berufsfelderkundungen in der 8. und 9.Jahrgangsstufe bzw. in der Berufspraxisstufe werden im Schuljahr 2021/22 wieder nach den regulären Vorgaben durchgeführt, wenn dies die jeweils gültige CoronaSchVO zulässt.

 

Trägergestützte STAR - Berufsfelderkundungen (SBO 5.2)

Bei der Durchführung der trägergestützten STAR - Berufsfelderkundungen bestehen auch weiterhin trotz niedriger Inzidenzwerte, um so viele STAR-Berufsfelderkundungen trägergestützt noch in diesem Schuljahr umsetzten zu können, folgende Flexibilisierungsmöglichkeiten:

Den Bildungsträgern wird ermöglicht trägergestützte STAR - Berufsfelderkundungen unter Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen CoronaSchVO umzusetzen. Da die Bildungsträger ggf. die vorgesehenen Gruppengrößen reduzieren müssen, können die Bildungsträger - zeitlich befristet im Schuljahr 2020/21 - in Abstimmung mit dem IFD und den Schulen neben der regulären Umsetzung der drei Berufsfelderkundungstage auch zwei weitere Modelle als zeitlich verkürzte Formate zur Umsetzung anbieten:

a) 2 - Tages - Modell: Die Umsetzung der BFE-Tage/ des Kurses erfolgt in zwei statt drei Tagen bei einer täglichen Dauer von mindestens 6 Stunden (inklusive Pausen nach JArbSchG). Die Inhalte der BFE-Tage/ des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren.

b) 2 - Schicht - Modell: Eine Gruppe wird in 2 Teil-Gruppen geteilt. Jede Teil-Gruppe kommt an den 3 Tagen für jeweils 4 Stunden reine Werkstattzeit zum Bildungsträger. Die Inhalte der BFE-Tage/ des Kurses sind auf die reduzierte Dauer zu komprimieren. Die eine Gruppe kommt vormittags, die andere Gruppe nachmittags. Die Zeiten werden so gelegt, dass sich die Gruppen nicht begegnen.

Auch wenn beim Träger aufgrund der Inzidenzwerte die Maskenpflicht und/oder die Testpflicht entfällt, müssen auch bei außerschulischen Durchführungsorten die Testungsintervalle durch die Schule und die Maskenpflicht eingehalten werden.

Da regelmäßig eine Anpassung der Hygiene- und Abstandsgebote an die aktuelle Pandemielage erfolgt, muss im Vorfeld der trägergestützten STAR-Berufsfelderkundungen eine Absprache zwischen Schule und Bildungsträger erfolgen.

Wenn in einer Region trägergestützte Berufsfelderkundungen auf Grund der Pandemielage nicht vor Ort beim Träger durchgeführt werden können, können die trägergestützten Berufsfelderkundungen in alternativer Form umgesetzt werden:

Im Vor-Ort-Format kommt ein Anleiter (Träger/Betrieb) in die Schule und leitet die Schülerinnen und Schüler an, dabei werden durch den Träger Arbeitsmaterialien gestellt.

Im Live-Video-Format wird die Unterstützung vor Ort über eine Lehrkraft und/oder IFD sichergestellt. Der Anleiter (Träger/Betrieb) ist per Videokonferenz zugeschaltet und leitet die Schülerinnen und Schüler in Echtzeit an.

Die in dem Standardelement verankerten Ziele werden wie folgt ergänzt:

Die Schülerinnen und Schüler erhalten in den Formaten, die nicht im Betrieb oder in den Werkstätten eines Trägers stattfinden, Einblicke in verschiedene Tätigkeitsfelder und das Anforderungsprofil des Berufsfeldes. Die Schülerinnen und Schüler können erste Erfahrungen in praktischen Übungen sammeln und ggf. berufsfeldtypische Arbeitsproben erstellen. Sie bekommen durch die virtuelle Erkundung des Tätigkeitsortes Einblicke in die Ausgestaltung der Arbeitsplätze.

 

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Das Nachholen von ausgefallenen trägergestützten STAR - Berufsfelderkundungen aus dem Schuljahr 2020/21 kann bis zum 31.12.2021 erfolgen, wenn die Kapazitäten der Träger dies zulassen. Um eine größtmögliche Umsetzung zu erzielen, werden die Flexibilisierungsmöglichkeiten für das Nachholen beibehalten.

Alle durchzuführenden trägergestützten STAR - Berufsfelderkundungen in der 8. und 9.Jahrgangsstufe bzw. in der Berufspraxisstufe werden im Schuljahr 2021/22 wieder nach den regulären Vorgaben durchgeführt, wenn dies die jeweils gültige CoronaSchVO zulässt. Eine Durchführung kann erst nachrangig mit Beginn des 2. Halbjahres nach der Durchführung der STAR - Potenzialanalyse beim jeweiligen Bildungsträger beginnen.

 

STAR - Kommunikationstraining I + II (SBO 5.3 und 10.2) STAR - Betriebsnahes Bewerbungstraining (SBO 10.3) für den Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation

Die Trainings für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation können unter Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen CoronaSchVO in Präsenz umgesetzt werden.

Die Gruppengröße von mindestens 8 Schülerinnen und Schülern kann unterschritten werden, sodass ein Training auch an einer einzelnen Schule durchgeführt werden kann.

Die Durchführung sollte mindestens einen Schultag von 6 Stunden umfassen.

 Auch bei außerschulischen Durchführungsorten müssen die Testungsintervalle durch die Schule und die Maskenpflicht eingehalten werden.

Da regelmäßig eine Anpassung der Hygiene- und Abstandsgebote an die aktuelle Pandemielage erfolgt, muss im Vorfeld eine Absprache zwischen Schule und Bildungsträger erfolgen.

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Die STAR - Kommunikationstrainings I + II und das STAR - Betriebsnahe Bewerbungstraining werden wieder nach den regulären Vorgaben der Standardelemente durchgeführt.

 

STAR - Berufsorientierungsseminar (SBO 5.4)

Das STAR-Berufsorientierungsseminar kann unter Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen CoronaSchVO entweder in Präsenz oder in alternativer Form umgesetzt werden.

Die Gruppengröße von mindestens 6 Schülerinnen und Schülern kann unterschritten werden, sodass ein Seminar auch an einer einzelnen Schule durchgeführt werden kann. Die Durchführung sollte mindestens einen Schultag von 6 Stunden umfassen.

Wenn in einer Region die Umsetzung des STAR-Berufsorientierungsseminars in der Schule auf Grund der Pandemielage nur eingeschränkt bzw. nicht in Präsenz möglich ist, kann für die betroffenen Schulen unter Anleitung des IFD als alternatives Umsetzungsform ein Live-Video-Format durchgeführt werden. Im Live-Video-Format wird der IFD per Videokonferenz zugeschaltet und leitet die Schülerinnen und Schüler in Echtzeit an. Vor Ort wird durch die Unterstützung über eine Lehrkraft die organisatorische Umsetzung und Aufsicht sichergestellt. Die Umsetzung kann auch über mehrere Tage verteilt erfolgen.

Die Art der Umsetzung per Videokonferenz kann inhaltlich und zeitlich variieren, die Mindestdauer der Videokonferenz beträgt jedoch insgesamt mindestens einen Schultag.

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Das STAR - Berufsorientierungsseminar wird wieder nach den regulären Vorgaben des Standardelements durchgeführt.

 

STAR-Intensivtraining arbeitsrelevanter sozialer Kompetenzen (TASK) (SBO 6.2)

Das STAR- Intensivtraining arbeitsrelevanter sozialer Kompetenzen kann unter Einhaltung der jeweils einschlägigen Bestimmungen der aktuellen CoronaSchVO entweder in Präsenz oder in alternativer Form umgesetzt werden.

Die Gruppengröße von mindestens 6 Schülerinnen und Schülern kann unterschritten werden, sodass ein Seminar auch an einer einzelnen Schule durchgeführt werden kann.

Die Durchführung sollte mindestens einen Schultag von 6 Stunden umfassen.

Wenn in einer Region die Umsetzung des TASK in der Schule auf Grund der Pandemielage nur eingeschränkt bzw. nicht in Präsenz möglich ist, kann für die betroffenen Schulen unter Anleitung des IFD als alternatives Umsetzungsform ein Live-Video-Format durchgeführt werden. 

Im Live-Video-Format wird der IFD per Videokonferenz zugeschaltet und leitet die Schülerinnen und Schüler in Echtzeit an. Vor Ort wird durch die organisatorische Unterstützung, Umsetzung und Aufsicht über eine Lehrkraft sichergestellt. Die Umsetzung kann auch über mehrere Tage verteilt erfolgen. Der IFD ist per Videokonferenz zugeschaltet und leitet die Schülerinnen und Schüler in Echtzeit an.

Die Art der Umsetzung per Videokonferenz kann inhaltlich und zeitlich variieren, die Mindestdauer der Videokonferenz beträgt jedoch insgesamt sechs Stunden.

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Das STAR-Intensivtraining arbeitsrelevanter sozialer Kompetenzen (TASK) wird wieder nach den regulären Vorgaben des Standardelements durchgeführt.

 

STAR- Betriebspraktikum (SBO 6.3)

In dieser Krisensituation kann für das Schülerbetriebspraktikum im Schuljahr 2020/21 eine alternative Umsetzung abweichend vom internen BO-Curriculum durch die Schulen geplant werden.

Der Kontakt zu den Betrieben sollte frühzeitig hergestellt werden, um zu klären, ob das Praktikum stattfinden kann. Insgesamt sollte die aktuelle Lage in den Betrieben berücksichtigt werden.

Den Schulen und den Integrationsfachdiensten werden umfangreiche Flexibilisierungsmöglichkeiten eröffnet, um angepasste und/oder alternative Umsetzungsformate zu realisieren:

  • Mögliche Verkürzung des Praktikums an Schulen der Sek I und in der Berufspraxisstufe von 2 Wochen auf mindestens 5 Tage
  • Verschiebung des Praktikums innerhalb des laufenden Schuljahres 2020/21 auf einen späteren Durchführungszeitraum
  • Verschiebung des Praktikums in das kommende Schuljahr 2021/22, sofern gewährleistet werden kann, dass für alle Schülerinnen und Schüler mindestens ein einwöchiges Praktikum insgesamt in der Sekundarstufe I bzw. in der Berufspraxisstufe in Absprache mit der Generale KAoA der unteren Schulaufsicht
  • Falls einzelne Schülerinnen und Schüler wegen der Krisensituation keinen Platz für die Praxisphasen finden, schafft die Schule gemeinsam mit dem IFD ein Angebot zur Beruflichen Orientierung, das eine intensive Auseinandersetzung mit dem gewählten Praktikumsberuf ermöglicht. Dabei können auch digitale Angebote und Formate eingesetzt werden. Eine Fortführung des Regelunterrichts ist auszuschließen.

Bei fehlenden betrieblichen Praktikumsplätzen kommt im Vor-Ort-Format eine Fachkraft des IFD in die Schule und erarbeitet ein oder mehrere konkrete Berufe mit den einzelnen Schülerinnen und Schülern. Ausgangspunkt sind die in der STAR-Berufswegekonferenz festgelegten Berufe. Hierzu können u. a. folgende Methoden eingesetzt werden:

  • Unterweisung/Präsentation durch kooperierenden Betrieb
  • Rollenspiele
  • Videochat
  • Filmmaterial

Darüber hinaus können, wenn die Pandemielage es zulässt, angeleitete Betriebsbesichtigungen ergänzt werden.

Neben den Räumlichkeiten der Schule können auch die Räumlichkeiten des IFD genutzt werden.

Das STAR-Betriebspraktikum kann in alternativer Umsetzungsform durch den IFD in einem Live-Video-Format mit der Unterstützung einer Lehrkraft in der Schule durchgeführt werden.

Beide alternativen Formate erfolgen in einer 1:1 Betreuung.

Die Art der Umsetzung kann inhaltlich und zeitlich variieren, Das Ergebnis ist die konkrete Auseinandersetzung mit mindestens einem Beruf und den beschriebenen Inhalten. Dieses wird entsprechend aufgearbeitet und im Portfolioinstrument dokumentiert.

Diese Abweichung von den Mindeststandards gilt bis zum Ende des Schuljahres 2020/21.

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

STAR - Betriebspraktika werden wieder nach den allgemeinen Vorgaben des Standardelements durchgeführt.

Auch bei verschobene STAR-Betriebspraktika sollte der zeitliche Rahmen von bis zu 3 Wochen wieder versucht werden in die Planung des Schuljahres zu integrieren.

 

STAR - Übergangsbegleitung durch den Integrationsfachdienst (IFD) (SBO 10.5)

Individuelle Einzelberatung durch den IFD kann in der Schule unter Berücksichtigung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregelungen stattfinden.

Die Beratung kann auch in den Räumen des IFD durchgeführt werden oder auch telefonisch oder in digitaler Form erfolgen.

Standardelemente in der Sekundarstufe II

KAoA-kompakt (SBO 7.1)

Präsenzunterricht oder Präsenzunterricht im Wechselmodell

Alle Elemente von KAoA-kompakt können wieder in Präsenz durchgeführt werden.

Ausblick auf das Schuljahr 2021/22

Ausstehende KAoA-kompakt Elemente können im Schuljahr 2021/22 nachgeholt werden. An diesem Nachholangebot können sowohl Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die sich weiterhin in einer IFK befinden als auch Schülerinnen und Schüler, die von einer IFK in einen weiteren Bildungsgang am Berufskolleg gewechselt haben.

Beim Neubeginn von KAoA-kompakt in Bildungsgängen außerhalb der IFK muss immer die Voraussetzung erfüllt sein, dass bisher keine Erstberufsorientierung stattgefunden hat.

 

Studienorientierung (SBO 9.2)

Die Zentralen Studienberatungsstellen der Hochschulen in NRW bieten zahlreiche und vielfältige Veranstaltungsformen und Möglichkeiten der Beratung an. Die einzelnen Zentralen Studienberatungsstellen mit ihren Kontaktdaten sind unter www.zsb-in-nrw.de zu finden.

Über die Angebote der Studienorientierung an den Hochschulen sind Informationen auf der Internetseite der jeweiligen Hochschule zu finden. Auch hier werden, je nach Pandemielage und geltenden Regularien, digitale Formate und/oder Präsenzveranstaltungen angeboten.