Eine Schülerin steht mit Büchern in der Hand in einem Klassenraum.

Extra-Zeit zum Lernen

Lernen, spielen, sich bewegen – Mit dem Programm „Extra-Zeit“ fördert die Landesregierung seit dem Frühjahr außerschulische Bildungs- und Betreuungsangebote in Nordrhein-Westfalen.

„Es ist toll zu erleben, wie die unterschiedlichen Professionen hier Hand in Hand zusammenarbeiten“, sagte Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer bei ihrem Besuch der Grundschule Kronprinzenstraße in Düsseldorf zu Beginn der Sommerferien. Die Grundschule ist eine von vielen Schulen in Nordrhein-Westfalen, an denen Schülerinnen und Schüler, auch in den Ferien, über das Landesprogramm „Extra-Zeit“ zusammenkommen, um zu lernen, Sport zu treiben oder gemeinsam als Gruppe etwas zu erleben. Ziel ist es, neben dem Schulunterricht, die durch die Corona-Pandemie entstandenen Lernlücken aufzufangen und auch soziale Kompetenzen zu stärken. Für das Programm „Extra-Zeit“ stellt die Landesregierung bis zum Sommer 2022 bis zu 60 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden außerschulische Angebote für Schülerinnen und Schüler aller Leistungsniveaus, aller Schulformen und aller Jahrgänge. Die Fördergelder können über die Bezirksregierungen beantragt werden.

Die Extra-Zeit stößt auf großes Interesse. Insgesamt sind im Zeitraum seit dem 9. März 2021 bis zum Stichtag 31. Juli 2021 bereits Mittel in Höhe von etwa 15,7 Millionen Euro für über 8.100 Gruppen- und über 300 Individualmaßnahmen bewilligt worden.

Aufholen nach Corona

Aufbauend auf den Erfahrungen mit der „Extra-Zeit“ setzt das Ministerium für Schule und Bildung auch das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“ in Nordrhein-Westfalen um. Von einer Milliarde Euro, die für die Kompensation von Lernrückständen vorgesehen sind, entfallen auf Nordrhein-Westfalen rund 215 Millionen Euro. Das Land wird die Mittel in gleicher Höhe aufstocken.

Die Extra-Zeit wird mit dem Bundesprogramm sinnvoll in einem abgestimmten Gesamtkonzept verbunden, das verschiedene Aspekte von schulischer und außerschulischer Bildung berücksichtigt. Damit wird eine wirksame Unterstützung der Kinder und Jugendlichen, ihrer Familien und der Schulen ermöglicht. Die Unterstützung erfolgt in drei Säulen: mit Budgets für Schulträger und auch direkt für Schulen, mit zusätzlichen Mitteln für mehr Personal in Schulen und für weitere Kooperationsprojekte des Landes mit außerschulischen Partnern.