Landeslehrerentsendeprogramm

Infolge der Demokratisierung in Mittel-, Ost- und Südosteuropa und in Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ist die Wahl der Fremdsprachen in den dortigen Schulsystemen freigestellt worden.

Dadurch ist ein erheblicher Bedarf an deutschsprachigem Unterricht entstanden, der kurzfristig nicht durch einheimische Lehrkräfte abgedeckt werden kann. Diese Staaten haben dringend um die Entsendung deutscher Lehrkräfte gebeten.

Ein Einsatz ist in allen Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas, insbesondere in Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und den Baltischen Staaten, aber auch in Russland und in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten der ehemaligen Sowjetunion je nach Stellensituation möglich. Es handelt sich um Stellen an Schulen, die zum Deutschen Sprachdiplom führen, und an Mittelpunktschulen in Gebieten mit deutscher Minderheit. Aus vergleichbaren Gründen ist seit einigen Jahren auch eine Entsendung nach China möglich.

Über den Unterricht hinaus werden diese Lehrkräfte häufig zu Ansprechpartnern für alle den Deutschunterricht bzw. auch den deutschsprachigen Fachunterricht betreffende Fragestellungen: z.B. für Lehrbücher, Lehrplanentwicklung, schulinterne Lehrerfortbildung, Fremdsprachendidaktik, Schulpartnerschaften. Das Landeslehrerentsendeprogramm ist damit nicht nur ein Beitrag zur Förderung der deutschen Sprache in den genannten Staaten, es dient auch der Initiierung oder Verstärkung der internationalen Kontakte zwischen NRW und den aufgeführten Ländern im Bildungsbereich.

Weitere Informationen bietet Ihnen die Broschüre „Landesprogrammlehrkraft“ der Bezirksregierung Düsseldorf, die im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung in Nordrhein-Westfalen für die Umsetzung des Landeslehrerentsendeprogramms zuständig ist.