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meWiS Sozialpädagogische Fachkraft in der Schuleingangsphase

Mein Weg in den Schuldienst (meWiS)

Sozialpädagogische Fachkraft in der Schuleingangsphase Hinweise und zulässige Qualifikationen

Aufgabenbeschreibung

Die sozialpädagogischen Fachkräfte bringen ihre professionsspezifischen Kompetenzen in die Schuleingangsphase und in Schulentwicklungsprozesse ein. Dabei haben sie neben der selbstständigen und eigenverantwortlichen Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten und der Durchführung gezielter Fördermaßnahmen folgende Tätigkeitsschwerpunkte:

  • Mitwirkung bei der Ermittlung von Lernausgangslagen,
  • Mitwirkung bei der Erstellung von Förderplänen,
  • Unterrichtsbezogene Kooperation,
  • Kooperation in multiprofessionellen Teams der Schule,
  • Mitwirkung bei der Kooperation mit außerschulischen Institutionen, insbesondere mit Kindertageseinrichtungen.

Ausgestaltung des Beschäftigungsverhältnisses

Auf die im Landesdienst tätigen Tarifbeschäftigten finden die Bestimmungen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) Anwendung. Es gilt der Runderlass vom 15.04.2025 (BASS 21-13 Nr. 10). 

Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt für Vollzeitbeschäftigte im Jahresdurchschnitt 41 Stunden in der Woche. Von der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit entfallen 28 Unterrichtsstunden auf die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten im Unterricht.

Der zustehende Erholungsurlaub ist in den Ferien zu nehmen. Ferienzeiten, die über den Urlaubsanspruch hinausgehen, dienen der Fort- und Weiterbildung, der Vor- und Nachbereitung des Aufgabenbereichs sowie der Wahrnehmung anderer dienstlicher Verpflichtungen.

Eingruppierung

Die sozialpädagogischen Fachkräfte sind pädagogisches Personal gemäß § 58 Schulgesetz und Lehrkräfte im Sinne des § 44 TV-L. 

Die Eingruppierung erfolgt gemäß Abschnitt 4 Unterabschnitt 3 des Tarifvertrags über die Eingruppierung und die Entgeltordnung für die Lehrkräfte der Länder (TV EntgO-L) in Abhängigkeit vom konkreten Einsatz in Entgeltgruppe 9b oder 10 TV-L. Die aktuellen Entgelttabellen sind auf der Webseite des Landesamtes für Besoldung und Versorgung veröffentlicht.

Stufenzuordnung 

Die Entgeltgruppe ist in Stufen unterteilt.

Grundsätzlich erfolgt die Zuordnung in Stufe 1, sofern keine einschlägige Berufserfahrung nach § 16 Absatz 2 Satz 2 oder 3 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) vorliegt.

Über die Eingruppierung und Stufenzuordnung im Einzelfall entscheiden die zuständigen personalbearbeitenden Stellen auf der Grundlage der einzureichenden Bewerbungsunterlagen und Nachweise. Eventuell vorhandene einschlägige Berufserfahrung wird nur unter den Voraussetzungen des § 16 Absatz 2 Sätze 2 und 3 TV-L sowie des § 16 Absatz 2a TV-L bei der Stufenzuordnung berücksichtigt. 

Nur in Fällen, in denen ein besonderes Personalgewinnungsinteresse tatsächlich vorliegt, kann eine förderliche Berufserfahrung bei der Stufenzuordnung berücksichtigt werden (§ 16 Absatz 2 Satz 4 TV-L).

Für eine Einstellung auf Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase kommen Personen mit den folgenden Qualifikationen in Betracht:

  • Hochschulabschlüsse Sozialpädagogik
  • Hochschulabschlüsse Soziale Arbeit mit Schwerpunkten in Sozialpädagogik

Nachrangig können auch Personen mit vergleichbaren pädagogischen Hochschulabschlüssen eingeladen werden.

 

Bislang wurden folgende Qualifikationen als vergleichbar eingestuft: 

Hochschulabschlüsse

  • Soziale Arbeit/Diplomsozialarbeit (Schwerpunkt Sozialarbeit – mit dem Nachweis von sozialpädagogischen oder pädagogischen Kompetenzen, belegt durch Studienbescheinigungen, Bescheinigungen durch Arbeitgeber oder durch Fortbildungsbescheinigungen)
  • Bildungswissenschaft
  • Erziehungswissenschaft
  • Reha-Wissenschaft
  • Diplompädagogik
  • Kindheitspädagogik/Frühpädagogik
  • Rehabilitationspädagogik
  • Heilpädagogik
  • Psychologie/Sozialpädagogik
  • Bachelorstudiengang Elementarpädagogik (ev. Fachhochschule Rheinland)
  • Bachelor of Arts, Hauptfach Erziehungswissenschaft
  • Integrative Lerntherapie – Ressourcenmangement für Lern- und Entwicklungsförderung im Kinder- und Jugendalter, Schwerpunkt Methodik und Didaktik
  • Designpädagogik / Kombi-Studiengang mit Erziehungswissenschaft

Hierbei handelt es sich nicht um eine abschließende Auflistung, sondern um bisher zugelassene Qualifikationen.

 

Nicht vergleichbare Qualifikationen:

  • Ausgeschlossen sind grundsätzlich Bewerberinnen und Bewerber mit dem Abschluss staatlich geprüfte Sozialarbeiterin oder staatlich geprüfter Sozialarbeiter (Abschluss an einer Fachschule/Berufskolleg). 
  • Abschlüsse mit therapeutischen, psychologischen, klinischen oder berufspädagogischen Schwerpunkten sind nicht als vergleichbare Qualifikation anzusehen.
  • Die Berufsbezeichnung „Bachelor Professional“ auf einem Abschlusszeugnis eines Berufskollegs entspricht nicht einem Bachelorabschluss einer Hochschule. Ein „Bachelor Professional“ ist nicht einem Hochschulabschluss gleichzusetzen.